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ANGTORIA - s/t

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Angtoria-Demo.jpg
Artist ANGTORIA
Title s/t
Homepage ANGTORIA
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Erst mal gibt’s was zu meckern… Da finden sich schon nicht so unbekannte Musiker wie Sarah Jezebel Deva (CRADLE OF FILTH, MORTIIS, THERION u.a.) und die Gebrüder Tommy (ex-MOAHNI MOAHNA) und Chris Rehn (ex-ABYSSOS) zusammen, um eine neue Band zu gründen und schaffen es dann nicht einmal, mehr als eine dürftige CD-R zu schicken… Dabei kriegt man von jeder Keller-Band aus aller Herrenländern mittlerweile besser aufgemachte Demos, die zudem noch einige Infos über die jeweilige Band enthalten. Auch wenn das hier als “inoffizielles Demo” betitelt ist.

Aber gut nun zu dem, was ja trotz allem noch im Vordergrund steht: Der Musik. Wie bei der Frontfrau und der musikalischen Ausbildung der Brüder Rehn nicht anders zu erwarten, geht es hier Richtung Gothic Metal mit einem ordentlichen orchestralen Einschlag. Zielgruppe ganz klar die Fans von NIGHTWISH, WITHIN TEMPTATION und XANDRIA. Und der Erfolg der genannten Combos dürfte auch ANGTORIA alles andere als schaden, was sich dieses Projekt auch absolut verdient hat. Denn war Madame Deva bislang ja eher im Hintergrund ihrer Bands aktiv, so tritt sie hier ganz deutlich ins Rampenlicht und zeigt, was ihre Stimme so alles hergibt. Singt die gewichtige Dame bei z.B. COF eher in relativ hohen Bereichen ihrer Vier Oktaven-Stimme, so zeigt sie hier alle Facetten ihres Könnens. Und da ist wirklich alles enthalten. Kraftvolles Singen, hohes Gezwirbel und beschwörende Tiefe. Wirklich ideal dazu passen die Kompositionen der Gebrüder, die für diese Projekt übrigens erstmals zusammen arbeiten, wobei Tommy den Löwenanteil übernimmt und seinen Bruder erst für die Aufnahmen in die Band geholt hat. So kommen hier einige klassische Einflüsse zum Tragen, ohne allerdings die Kraft der Gitarren zu vergessen. So sind drei der Songs alle relativ ähnlich: Sehr symphonisch gehalten und doch rocken sie. Das erste herausstechende Highlight auf dem Demo ist das Stück “Deity of Disgust”, welches etwas harscher zu Werke geht und sogar den ein oder anderen Mosh-Part enthält. Vor allem die orientalischen Einflüsse bei den Gitarren scheinen im ersten Moment zu verwirren, passen sich beim weiteren Hören doch ideal ein. Eine weitere Auffälligkeit sind die Gast-Vocals von Martin Häggström (ZOOL), der dem Lied eine richtig beeindruckende Theatralik verleiht. Beim zweiten Highlight kann man sicherlich streiten, ob das sein musste. Eine Coverversion auf einem 5-Track-Demo? Aber das soll der Klasse des Songs keinen Makel antun. Denn “Confide in me” (KYLIE MINOGUE) passt wirklich ideal zu ANGTORIA. Sehr nah im Original gehalten, hätte der Song ein eigenes Werk dieses neuen Projektes sein können.

So dürfte es nicht lange dauern, bis diese Band mehr Aufmerksamkeit bekommt und man das erste Album (im angemessen Gewand) in den Händen halten wird. Zu erwerben gibt es dieses Demo derzeit allerdings leider nicht, sonst würde ich ohne zu Zögern eine Kaufempfehlung aussprechen.

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