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ANNIHILATOR - Schizo Deluxe

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Artist ANNIHILATOR
Title Schizo Deluxe
Homepage ANNIHILATOR
Label AFM RECORDS
Veröffentlichung 11.11.2005
Leserbewertung
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Ihr mittlerweile 10. Studioalbum hauen uns die Kanadier ANNIHILATOR mit „Schizo Deluxe“ um die Lauscher. Und auch wenn Mr. Gitarrengott Waters in den vergangenen 20 Jahren etliche Over-the-Top Thrashalben zusammengeschustert hat, welche mit etlichen unsterblichen Klassikern gespickt sind, so wird die Band doch bis in alle Ewigkeit für ihre alles überragende Debüt-Scheibe „Alice in Hell“ berühmt bleiben. Der Titeltrack wird auch in 20 Jahren noch die Massen auf die Tanzflächen ziehen, Stoff aus dem Klassiker gemacht sind. Aber das war auch 1989, jetzt ist 2005 – nur Mr. Waters schreddert immer noch wie 1989! Zum Glück. Der Mann ist einfach Metal-infiziert und zieht sein Ding unbeirrt weiter durch. Die 10 Songs (das limitierte Digi-Book enthält noch 3 mehr!) sind diesmal auch in ein schön geiles Cover verpackt. Ansonsten hat Jeff die allzu melodische Ausrichtung des letzten Albums „All for You“ zum Glück wieder ad acta gelegt und lässt seine Axt wieder von der 1. Sekunde an qualmen, was das Gerät hergibt.

Nach einem schön bösen Sample-Intro schlägt der Riff-Meister mit einem absolut gnadenlosen Monster-RIFF zu und schraubt einem damit sämtliche Nackenwirbel auf halb 12! „Maximum Satan“ ist zwar im Midtempo gehalten und enthält lediglich einen kurzen Speedausbruch, glänzt dafür aber mit einem Mörder-SLAYER-Solo und unwiderstehlichem Groove! Auch Sänger Dave Padden klingt wesentlich dreckiger als noch auf der Vorgängerlangrille, was dem aggressiven Material sehr gut zu Gesicht steht. Das folgende „Drive“ entpuppt sich dann als absolute Speedgranate, veredelt von Jeffs unnachahmlichen Melodic-Gitarrenläufen. Der Yngwie des Thrash schlägt wieder gnadenlos zu und zaubert auch fantastische Bassparts aufs Band. Da werden etlichen Saitenartisten mal wieder die Kinnladen runterklappen, ob dieser irren Geschwindigkeit und trotzdem ultrasauberen Spielweise. Track No.3 „Warbird“ geht dann wieder Midtempomäßig ab, enthält allerdings etliche technische Kabinettsstückchen, bei denen sich besonders auch Schlagzeuger Tony Chapelle hervortut. Dave lässt am Ende einen immensen Schrei ab. „Plasma Zombies“ enthält typisches ANNIHILATOR-Geschrubbe, der gute Jeff klaut halt auch mal gerne bei seinem eigenen Backprogramm. Aber das machen MACHINE HEAD ja auch gerne, und alle fahren drauf ab. Der Track enthält auch die ersten melodischen Gesangsparts, rein Gitarrentechnisch unterlegt. Komisches Outro allerdings. Das nach einem Telefonklingeln (hä?) loslegende Uptempoteil „Invite It“ hätte in der Form auch auf „All for You“ stehen können. Hauptsächlich melodischer Gesang mit seeehr melodischen Gitarrenleads und etlichen komischen Samples, sowie krassem Solo. Fun-Thrash?! Aber cool. Da fräst einem das folgende „Like Father, Like Gun“ (haha, geil!) doch schon eher die Birne weg. Sehr cool erneut der melodische Solo-Part. Aber wo zaubert der Kerl nur andauernd diesen unglaublichen Groove her??? Mit „Pride“ folgt nach gemächlichem Beginn wieder eine absolute Speedgranate. Versucht einfach mal Jeffs Lichtgeschwindigkeitsgeriffe zu folgen! „Too Far Gone“ könnte auch gut auf der 2. Annihilator-Scheibe „Never Neverland“ stehen, enthält also „modernen 80er-Thrash“ oder: Jeff macht einfach zeitlose Mucke! Da muss ich doch erstmal die ollen Schinken wieder ausgraben… Dass er aber auch anders kann, beweist die coole Halbballade „Clare“. Hier zeigt sich auch erneut, wie wichtig ein Sänger für ANNIHILATOR ist, der mehr als nur brüllen und schreien kann. Dave beherrscht diverse Arten, und es scheint, als hätte Jeff endlich den passenden Mann fürs Mikro gefunden nach all den Jahren. Ohne jetzt mal die Leistungen der vergangenen Sänger schmälern zu wollen. Mit fast 7 Minuten ist das auch der mit Abstand längste Track des Albums, welches dann von dem untypischsten Song „Something Witchy“ beschlossen wird. Seeehr MESHUGGAH-like, sogar vom Gesang her! Schlägt aber zwischendurch dann in einen melodischen Rocker um! „Schizo Deluxe“ halt.

Für mich ganz klar das stärkste Brett, was Jeff seit „Refresh the Demon“ fabriziert hat! Und das ist immerhin schon gut 10 Jahre her. Für THRASHER unverzichtbar!

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Annihilator 'Schizo Deluxe' Tracklist
1. Maximum satan
2. Drive
3. Warbird
4. Plasma zombies
5. Invite it
6. Like father, like gun
7. Pride
8. Too far gone
9. Clare
10. Something witchy
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