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APOPTYGMA BERZERK - Exit Popularity Contest

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apoptygma-berzerk
Artist APOPTYGMA BERZERK
Title Exit Popularity Contest
Homepage APOPTYGMA BERZERK
Label HARD:DRIVE
Veröffentlichung 07.10.2016
Leserbewertung
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“Exit Popularity Contest” ist kein neues Studioalbum von APOPTYGMA BERZERK, sondern die zusammenfassende CD-Veröffentlichung der drei Vinyl-Singles „Stop Feeding The Beast” (2014), „Videodrome” (2015) und „Xenogenesis” (2016). Wer nun tanzbaren Future-Pop von Mastermind Stephan Groth und seinen Mannen erwartet, könnte unter Umständen enttäuscht sein, denn die Norweger gehen neue Wege und verzichten fast vollständig auf Gesang und schaffen stattdessen raumgreifende Soundlandschaften, die an Electro-Pioniere wie KRAFTWERK, TANGERINE DREAM, JEAN-MICHEL JARRE, VANGELIS oder auch KLAUS SCHULZE denken lassen.

Damit konnten sie im vergangenen Jahr begeisterte Reaktionen bei ihren norwegischen Fans erreichen, die bereits das Vergnügen einer ausverkauften Performance hatten und auch hierzulande erfreut sich „Exit Popularity Contest“ einer positiven Resonanz. Die Abwesenheit der Vocals ist zwar zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, doch wenn man sich auf dieses Experiment einlässt, wird man mit eindrucksvollem, absolut zeitgemäßem Krautrock erster Güte belohnt. In welchem Zusammenhang da die an KISS erinnernde Maskerade des Herrn Groth steht, lassen wir mal außer acht und wenden uns stattdessen der Musik zu, die mit dem Opener „The Genesis 6 Experiment“ äußerst vielversprechend beginnt. Flirrende Elektronik begrüßt den geneigten Hörer schließlich beim nachfolgenden „Hegelian Dialectic“, das einige verfremdete Wortfetzen in den Sound einbaut, ehe „For Now We See Through A Glass, Darkly“ zu einer Weltraum-Mission zu starten scheint. Und genau dieser Eindruck verfestigt sich auch mit den weiteren Tracks auf „Exit Popularity Contest“: APOP wirken wie auf einer geheimnisvollen Reise durch das All und liefern dafür natürlich auch gleich den perfekten Soundtrack, von dem insbesondere das großartige „Rhein Klang“ hervorzuheben ist. Ergänzt wird das Ganze zudem um eine stark verfremdete Instrumentalvariante ihres 2002er-Hits „U.T.E.O.T.W.“ (für die nicht ganz so Eingeweihten: „Until The End of The World“), den es im Übrigen auch als Bonus Track in einer entschleunigten Extended Version mit Stephans Stimme gibt.

Auf dem Cover von „Exit Popularity Contest” sieht man Stephan Groth in einem Outfit, das durchaus auch zur Hochzeit des Krautrocks als modisch gegolten haben könnte. Mit ausgestrecktem Daumen steht der Mann am Straßenrand, um den Hals ein Keyboard – seit jeher das wichtigste Instrument bei APOPTYGMA BERZERK – und ab geht es in neue Sphären. Zweifellos ein Ausflug mit Tiefgang und der Erkenntnis, dass die Skandinavier immer wieder für eine Überraschung gut sind. Außerdem widersetzen sich APB an dieser Stelle auch einfach mal digitalen Hörgewohnheiten und veröffentlichen ihr jüngstes Baby ausschließlich auf CD, Vinyl und Kassette!

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Apoptygma Berzerk 'Exit Popularity Contest' Tracklist
1. The Genesis 6 experiment
2. Hegelian dialectic
3. For now we see through a glass, darkly
4. Stille når gruppe
5. In a world of locked rooms
6. The cosmic chess match
7. U. T. E. O. T. W. (Instrumental)
8. The devil pays in counterfeit money
9. Rhein Klang
10. U. T. E. O. T. W. (Extended Version)
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