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ARCH ENEMY - Doomsday Machine

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Artist ARCH ENEMY
Title Doomsday Machine
Homepage ARCH ENEMY
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung 19.08.2005
Leserbewertung
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8.3/10 (3 Bewertungen)

Die schwedischen Death Metaller mit der deutschen Sängerin brauchen scheinbar keine Pause. Die letzte EP ist noch gar nicht so lange auf dem Markt, die Band war monatelang auf Tour, und trotzdem lässt man schon jetzt den nächsten Kracher von der Leine. Dabei durfte man gespannt sein, inwiefern sich die Band von dem großen Erfolg von “Anthems of Rebellion” erholen konnte.

Und da kommen mir dann doch ein paar leise Zweifel auf. Nachdem “Doomsday Machine” über das apokalyptisch melodische Intro “Enter the Machine” inkl. doppelläufigen Leads der Amott-Brüder eingeleitet wird, beginnt das Album mit “Taking back my Soul” für AE-Verhältnisse doch relativ mittelmäßig. Keine Frage, der Song besticht durch die schon fast gewohnten Hammer-Riffs und Soli der Amotts, die Drums wummern und auch Angela ist wieder überfies gut bei Stimme, doch wirklich umhauen kann der Opener nicht. Auch das als Vorab-Song schon bekannte “Nemesis” ist für mich eine Art Problemkind. Gut, der Einstieg ist ein wirklicher Kracher. Die Riffs verbunden mit der Erlandsson-Doublebass können wirklich alles, und die Soli lassen mal wieder sämtliche Kinnladen runterklappen, doch dann kommen Break und Refrain: “One for all, all for one, we are strong, we are one”… also bitte! Das geht ja gar nicht. Ohne den Refrain wäre der Song ein echter Hammer, aber diese so dermaßen auf Hit getrimmten Vocal-Passagen zerstören doch ziemlich den ganzen Nackenbrech-Faktor, und daher kommt man hier bei weitem nicht an die anvisierten Übersongs “First Deadly Sin” und “We will rise” von den Vorgänger-Alben heran.

Doch gleich anschließend machen die Schweden alles wieder gut. Denn mit “My Apocalypse” folgt sofort der absolute Killer des Albums! Schleppend bedrohlich kommen hier die Riffs aus den Boxen, doch dann gibt ein Echolot-Geräusch den Startschuss zu einem regelrechten Midtempo-Mosh-Monster mit einem gelungenen ruhigen Mittelpart, nach welchem einem aber gleich mit fetten Riffs die Birne abgerissen wird. Gerade, weil hier weniger Gefrickel zum Zuge kommt, kann dieser Song einen gleich so richtig packen. Angela klingt hier noch fieser als sonst, teilweise schon richtig gurgelig. “Carry the Cross” ist auch so ein schleppendes, fast melancholisches Groove-Beast mit ultrafiesen Vocals geworden. Das genaue Gegenteil ist dann bei “I am Legend/ Out for Blood”. Nach dem trashigen Riffing zu Beginn geht dieser Song ein wahres wummerndes Death/ Trash-Inferno über, das zudem noch über eine wahre Hammer-Black Metal-Blastbeat-Passage verfügt, bei dem sich alle skandinavischen Schwarzkittel einmal umschauen dürften. Gerade bei dem Song, aber auch auf dem ganzen Album, zeigt Daniel Erlandsson, dass er seinem Bruder Adrian (CRADLE OF FILTH, ex-AT THE GATES) in Sachen Kesseldreschen in nichts nachsteht, und wohl zu den besten seines Fachs zählt. Mit dem Frickel-Instrumental huldigen die Amotts dann noch ausgiebig Rock-Größen wie RUSH.

“Doomsday Machine” ist wahrlich eine mächtige Death-Walze geworden, die zudem noch über eine richtig fette Produktion aus dem Hause Bengtsson/ Sneap verfügt, aber doch auch einige schwächere Tracks beinhaltet. Die schwedische Konkurrenz stecken ARCH ENEMY zwar weiterhin locker in die Tasche, doch am eigenen Maßstab gemessen, pendelt sich der neue Silberling zwischen “Anthems of Rebellion” und dem (für mich) weiterhin unerreichten “Wages of Sin” ein.

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Arch Enemy 'Doomsday Machine' Tracklist
1. Enter the machine Button MP3 bestellen
2. Taking back my soul Button MP3 bestellen
3. Nemesis Button MP3 bestellen
4. My apocalypse Button MP3 bestellen
5. Carry the cross Button MP3 bestellen
6. I am legend / Out for blood Button MP3 bestellen
7. Skeleton dance Button MP3 bestellen
8. Hybrids of steel Button MP3 bestellen
9. Mechanic God creation Button MP3 bestellen
10. Machtkampf Button MP3 bestellen
11. Slaves of yesterday Button MP3 bestellen
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