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ARDOR - Metamorph

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Artist ARDOR
Title Metamorph
Homepage ARDOR
Label CURZWEYHL
Veröffentlichung 18.10.2004
Leserbewertung
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4.4/10 (7 Bewertungen)

Da hast du aber Pech gehabt, lieber Ardor! Denn ein Mann wird dein Solo-Debüt auf seine Tauglichkeit überprüfen, und der wird sich nicht durch deine lasziven Posen und den feuchten Blick beeinflussen lassen. Nein, wirklich nicht, da brauchst du gar nicht so zu schauen… Anscheinend ist der Brandan-Ersatz bei CORVUS CORAX nicht richtig ausgelastet, der zudem auch bei einer weiteren Mittelalterkapelle – CORNIX MALEDICTUM – tätig ist. Und so liegen nun 11 Variationen Ardorschen Soundverständnis’ auf meinem Venusfliegenteller, welche der Vorabsingle „White Wedding“ nachfolgen. Und die war nun wahrlich nicht dazu geeignet, den Appetit anzuregen, denn sowohl die Wahl des gecoverten Songs fiel äußerst uninspiriert aus (den haben einige andere schon verwurstet) wie auch die Ausführung. Zudem fiel auf, wie limitiert die Stimme des Meisters ist, was sich auch wie ein roter Faden durch die Full Length zieht. Am ehesten geht noch sein düsterer Sprechgesang durch, der Rest wurde mit Studiotechnik auf akzeptabel schräg getrimmt, da bin ich ja mal auf die Live-Umsetzung gespannt. Dennoch versprüht der Silberling einen gewissen Charme, denn ich bin ja ein alter Trash-Fanatiker…

Doch was für Genres kreuzt der Kreuzritter überhaupt miteinander? Ich würde es als Mischung aus Techno, Futurepop und den bekannten Mittelalterklängen bezeichnen. So paaren sich bei „Mein Reich“ Dudelsäcke auf Technobeats, was man in dieser Form noch nicht allzu oft gehört haben dürfte, CORVUS CORAX haben so ein Experiment mal auf ihrer Remix-Scheibe gewagt. „Lebe deinen Traum“ (sicher autobiographisch…) wiederum steht für Mittelalter meets Futurepop, eine nett simple Weise zum Abtanzen schöner schwarzer Schergen. Lyrisch gibt der Dreiecksspezialist tiefe Einblicke in sein Wesen, welches aus SM-Phantasien, Narzismus und purer Lust zu bestehen scheint, auch die Homepage bestätigt diese Vermutung. Das dürfte bei so manchen weiblichen Fans ankommen und das ist doch besser, als überhaupt keine Zielgruppe zu haben. Und einige Tracks sind ja wirklich recht ordentlich geraten: „Der Pirat“, von der Single bekannt, versprüht 80er Flair und kann durchaus überzeugen, so dass mein Urteil am Ende milde ausfällt. Wie eine „Superstar“-Scheibe im Goth-Umfeld, seicht, schön anzuhören, kaum Substanz und morgen vergessen. Andererseits schadet sie auch keinem und wird vielleicht in ein paar Berliner Clubs zu später Stunde aufgelegt.

Möglicherweise bin auch nur neidisch, dass ich nie spärlich bekleidet mit einem Sack in der Hand auf der Bühne stehen werde und dafür noch Groupies bekomme. Höret also selber hinein ins Cyber-Medieval-Wonderland und vielleicht wird sich euch ein viriles, giftgrünes Paralleluniversum auftun, in dem jeder ein Musiker sein darf…

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Ardor Vom Venushügel 'Metamorph' Tracklist
1. Die Auferstehung
2. Mein Reich
3. Lebe deinen Traum
4. Flieg mit mir
5. White wedding
6. Dein Meister
7. Der schöne Schein
8. Ein letztes Mal
9. Der Pirat
10. Ektomie
11. The pirat
12. Keine Titelinformation
13. White wedding (Video) (Data Track)
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