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ASTRONAUTALIS - Cut The Body Loose

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ASTRONAUTALIS
Artist ASTRONAUTALIS
Title Cut The Body Loose
Homepage ASTRONAUTALIS
Label CARGO RECORDS
Veröffentlichung 13.05.2016
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Den Kollegen Charles Andrew Bothwell kennen die meisten (wenn überhaupt) wohl eher unter seinem Künstlernamen ASTRONAUTALIS. Seit 2003 macht der 34-jährige Alternative HipHop, der auf seinem jüngsten Werk „Cut The Body Loose“ zusätzlich noch mit schweren Südstaaten-Sounds und jazzigen Elementen angereichert wird. Der Albumtitel stammt aus einem Trauer-Ritual, das man u.a. in New Orleans vorfindet. Dort werden während der Trauerfeier Klagelieder gesungen, die immer mehr an Intensität zunehmen, bis schließlich am Friedhofstor das wilde „When The Saints Go Marching In“ gespielt wird und die Hinterbliebenen den Körper des Verstorbenen los lassen („cut the body loose“), um den Sarg anschließend in die Hände der Totengräber zu übergeben, während die Trauergemeinde die Straße hinunter tanzt und die Zeit der Traurigkeit in ihrem Staub zurückbleibt.

Dazu passt vielleicht auch das blaue Auge, das ASTRONAUTALIS’ Gesicht auf dem Cover – sagen wir mal – mehr Farbe verleiht. Es geht schon mal ganz schön aggressiv zu auf „Cut The Body Loose“, aber nicht in einer wütenden oder pessimistischen Bedeutung, sondern auf eine befreiende Art und Weise. In diesem Sinne eröffnet „Kurt Cobain“ den Reigen mit kratzigen Melodien, die sich auch im nachfolgenden „1515 Washington“ wiederfinden. Derweil schickt sich „Running Away From God“ an, alles in Schutt und Asche zu legen, bevor das coole „Kudzu“ übernimmt und „Guard The Flame“ mit viel Tempo rockt. Mit „In The Tall Grass“ verlegt sich der Mann, der gebürtig aus Jacksonville/Florida stammt und heuer in Minneapolis/Minnesota beheimatet ist, auf nachdenkliche Sprechgesang-Slow-Motion, ehe „Attila Ambrus“ auf den von Bläsern gesäumten Dancefloor bittet und „Forest Fire“ erneut ruhigere Rap-Töne anschlägt. Währenddessen schlägt beim Titeltrack „Cut The Body Loose“ verstärkt das Südstaaten-Blues-Herz, wohingegen „Sike!“ nochmals lautstark Alarm schlägt, bevor „Boiled Peantuts auf der Zielgeraden als klavierlastiger HipHopper daherkommt.

ASTRONAUTALIS gilt als umtriebiger Wortakrobat und zweifellos wird der fünfte Langrille „Cut The Body Loose“ mit seiner gelungenen HipHop-Indie-Rock-Melange dieses Image weiter pflegen und bestärken. Bleibt Mr. Bothwell nur noch zu wünschen, dass er mit seiner Musik langsam auch ein etwas größeres Publikum erreicht. Verdient hätte er es zweifelsohne.

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Astronautalis 'Cut The Body Loose' Tracklist
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