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ATARAXIA & AUTUNNA ET SA ROSE - La Via Verso Il Cielo

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Artist ATARAXIA & AUTUNNA ET SA ROSE
Title La Via Verso Il Cielo
Homepage ATARAXIA & AUTUNNA ET SA ROSE
Label EQUILIBRIUM MUSIC
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Mit der vorliegenden Doppel-CD “Odos Eis Ouranon – La Via Verso Il Cielo” beweisen die beiden italienischen Neofolkbands ATARAXIA und AUTUNNA ET SA ROSE, dass sie auch in der modernen Zeit Musik zum Abschalten und Träumen bieten können. Musik, die dabei keineswegs langweilig ist. Nach einem gemeinsamen Auftritt kamen beide Bands auf die Idee, einige ihrer Stücke in akustischen Versionen neu einzuspielen.

Die Ergebnisse können sich hören lassen: „Strange Lights“ lautet der Titel der ersten CD, auf der überwiegend Neueinspielungen bekannter Songs sowie zwei neue Stücke von ATARAXIA zu finden sind. Der weibliche Gesang Francesca Nicolis, klassische Gitarren, verschiedene Percussions und das Klavier bestimmen die Songs. Mit dem Titeltrack als Opener beginnt die musikalische Reise. Es handelt sich dabei um ein neues Stück und gleichzeitig einen der gefühlvollsten Songs dieses Werkes, auf dem sich der männliche Sprechgesang Vittorio Vandellis und die weiblichen Töne ergänzen. „Bonthrop“ gehört zu den Kompositionen, die sich mit ihrer sanften und doch leicht beschwingten Art schnell einprägen und einem dementsprechend vertraut erscheinen. Obwohl die meisten Texte in französischer Sprache dargebracht werden, verwenden die Künstler überwiegend englische Titel. „Tu es la Force du Silence“ hingegen ist durch und durch in einem französischen Gewand gehalten und beinhaltet eine gewisse Dramatik. Diese Dramatik ist auch in Songs wie „Faust in una Sla Maledetta“ oder „Oduarpa“ zu finden. Sehr ergreifend ist das Flötenspiel zu „Ophélie“, dem ich wohl Stunden lauschen könnte, so lieblich Gitarre und Gesang hier sind. „Seas of the Moon“ besitzt Gänsehautcharakter, schon bei den ersten Tönen. Lieblicher und dunkler Gesang im Gleichklang, das fasziniert. Spätestens beim letzen Stück „Medusa“ stelle ich fest, dass mir die sanften, nicht so dramatischen Stücke am besten gefallen. Mit viel Klavier und kraftvollem Gesang schließt dieses Stück eine gelungene CD ab, fernab der Realität heißt es hier in die Wirklichkeit zurück zu kehren, um gleich mal zu hören, was AUTUNNA ET SA ROSE bieten.

Das Trio besteht aus Sonia Visentin, Simone Montanari und „Disorder“, die dramatische und traurige Themen wie Tod oder Vergänglichkeit in ihren Stücken behandeln. Düstere und etwas schräge Celloklänge leiten „L’Art et la Mort“ ein, was zum Titel des Stückes bestens passt. Ein nicht definierbares Geklimper im Hintergrund sowie Wortfetzen unterstreichen die Dramatik des Songs. „Caresses aux Coeurs“ erklingt mit seinem melodischen Klavierspiel dagegen schon um einiges leichter. Richtig perfekt wird es in dem Moment, in dem der weibliche Gesang dazu kommt, der mehr aus Lauten als aus Worten besteht. Für mich eins der schönsten Stücke der CD. „Slow Rain“ wird von höchsten Tönen dominiert, die mal sanft, mal energisch vorgetragen werden. Auch fehlt es nicht an Dramatik. In „La Morte di Virgina“ – Der Tod der Jungfrau – wird diese Dramatik noch gesteigert. Wieder sind schräge Cellotöne und energisch gesprochene Worte zu vernehmen. Sehr schräg und dramatisch verhalten sich „Vergänglichkeit“ und „Canzona“, was dann schon beinah etwas zu viel für meinen Geschmack ist.

In Summe ein sehr außergewöhnliches und etwas gewöhnungsbedürftiges Werk, das sicher zur jeweiligen Stimmung passen muss und nicht jeden Geschmack anspricht, aber mit Sicherheit all diejenigen, welche auch schrägen und mal nicht ganz so melodischen Neofolk zu schätzen wissen.

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