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BATLORD - Music To Be Buried For

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Artist BATLORD
Title Music To Be Buried For
Homepage BATLORD
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.5/10 (4 Bewertungen)

Hinter dem Namen BATLORD verbirgt sich ein Kalifornier namens Scorpio, der als Komponist, Sänger und Gitarrist einen Großteil seiner Debütscheibe „Music To Be Buried For“ selbst eingespielt hat. Musikalisch bewegt sich der kahlköpfige Nosferatu-Lookalike mit bestimmt immensem Bedarf an weißem Make up und schwarzem Kajal in den Dark Neo Sixties. In der technischen Umsetzung bedeutet dies, dass nur Instrumente der Sechziger Jahre zum Einsatz kommen, also keine Synthesizer oder Drumcomputer sondern handgemachte Musik.

Besonders scheint ihm die Orgel am Herzen zu liegen, die gleich den rockigen Opener „The Seductor“ beherrscht. Schaurig-schön beginnt „Your My Next Nightmare”, bevor die Gitarren bei diesem Midtempo-Stück das Kommando übernehmen. „Undertaker“ und „Torture Queen“ kommen extrem groovig rüber, Sixties at ist best! In diesem Sinne geht’s mit dem Garage Power Pop Song „I Know What You’re Doing“ flott weiter. Fast sakrale Züge nimmt „Running Towards Our Dying Day“ an – Goth meets NEIL DIAMOND. “The Moper” beginnt ganz sachte und fährt dann schwere Schlagzeug- und Orgelgeschütze auf. Düster kommt „Indoctrination of The Will“ rüber. Hört sich ein bisschen wie Voodoo-Zauber in einer altehrwürdigen Kirche an. „Just Because I Wish That You Were Dead (Doesn’t Mean I Don’t Love You“) besticht mit schwarzem Humor und entspannten Lounge-Sounds. Endgültig sakral wird es beim Orgel-Solo „Eulogy For A Mind“, das nach dem guten alten Johann Sebastian Bach klingt. Dem schließt sich das psychedelische „The Worst of Dracula & Jesus Christ an, das direkt aus Transsylvanien importiert zu sein scheint. Morbid-traurig ist die Grundstimmung der Ballade „The Loner Creed“, bevor „The Insomniac“ noch mal in die Vollen geht. Das Stück beginnt akustisch und setzt sich dann in elektrischen Sounds fort.

Betrachtet man Mastermind Scorpio, rechnet man mit äußerst düsterer Musik, tatsächlich kommt diese Richtung jedoch nur am Rande vor. In erster Linie geht es hier nicht um Goth; stattdessen lässt der Herr 60er Jahre Rock ’n’ Roll und Garage Punk wiederauferstehen. Und was haben wir bloß all die Jahre ohne Orgel gemacht?

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