Terrorverlag > Blog > BEELZEFUZZ > s/t

Band Filter

BEELZEFUZZ - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Beelzefuzz-Beelzefuzz.jpg
Artist BEELZEFUZZ
Title s/t
Label THE CHURCH WITHIN RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.3/10 (3 Bewertungen)

Bands, die ihren Sound als „retro“ oder „classic“ in Zusammenhang mit Rock bezeichnen, gibt es wie Sand am Meer. Bands, die es aber dennoch schaffen, eigenständig zu klingen, gibt es dagegen weit weniger. Dann mal ehrlich, wenn man die Siebziger als Vorbild hat, muss man sich mit manchen Größen messen, die bis heute nicht getoppt wurden. Dennoch versuchen sich die Amerikaner BEELZEFUZZ an diesem Vorhaben und wollen die Welt mit ihrer eigenen Interpretation des doomigen Hard Rocks eben jener Epoche bereichern. Man mag mir verzeihen, wenn diese Sätze eine gewisse Ironie beinhalten. Aber ihr Hörer des guten alten Rocks wisst so gut wie ich, dass der Sound der Siebziger nicht automatisch Qualität bedeuten muss.

Doch als ich die CD startete und Schlagzeug und Gitarre ertönten, zauberten schon die ersten Klänge ein Lächeln auf mein Gesicht. Ein gemächlicher Rocker namens „Reborn“ waberte fett aus den Boxen und überzeugte mit einer Melanche aus GOLDEN EARRING mit dezenten Einflüssen von BLACK SABBATH oder auch SAINT VITUS. Und auch das folgende „Lotus Jam“ schlug in eine ähnliche Kerbe. Etwas psychedelischer vielleicht, ein Hauch von URIAH HEEP weht mit, und mit den üblichen Lauten am Mikro, ihr wisst schon, diese „Woohs“ und „Ahhs“, aber vor allem mit viel Spaß. Mit dem nun folgenden „All the feeling returns“ wird das Album nun doomiger und schwerer. Unter Umständen kann man hier Querverweise Richtung GRAND MAGUS ziehen. Das Gleiche gilt im Übrigen für den „Sirens Song“. Schwere Gitarren und behäbige Drums – ein herrlich schweres Stück Musik, gespickt mit dezenten kleinen Soli an der E-Axt und tollen Melodien. „Hypnotize“ nennt sich der folgende Kracher. Und was würde wohl besser zu solch einem Namen passen, als ein psychedelisch verspielter Doomer. Tatsächlich steigert sich das Stück von anfänglicher Percussion über Gitarren und Gesang innerhalb von zwei Minuten, bis endlich die ersten Riffs ertönen und den Song weiter vorantreiben. Für mich eines der Highlights dieses Albums. Und auch wenn der Stil nicht der Neueste ist, der Sound ist auf aktuellem Stand und passt von Transparenz und Klang zum gebotenen Material.

Abschließend kann ich wohl jedem eine klare Kaufempfehlung aussprechen, der handwerklich wirklich gut gemachten Rock im Stile der Großen der Siebziger mag oder sich auch mit aktuellen CDs wie der aktuellen ZODIAC anfreunden konnte. Und alle anderen? Schaut einfach mal bei Youtube vorbei. Dort gibt es einige Videos der Band. Vielleicht gefällt euch ja, was ihr seht.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Mehr zu BEELZEFUZZ