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BEN HAMILTON - s/t

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Ben-Hamilton-Ben-Hamilton.jpg
Artist BEN HAMILTON
Title s/t
Homepage BEN HAMILTON
Label LABELS/ EMI
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (4 Bewertungen)

Manchmal gehen ja richtig geniale Scheiben einfach an einem vorbei. So auch das Debüt des Wahl-Berliners mit Wurzeln in einem verarmten Oxforder Adelsgeschlecht BEN HAMILTON, das im August erschienen ist, welches wir Euch aber keinesfalls vorenthalten wollen, seit ich den 2,10m großen Hünen im Vorprogramm von FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE sehen durfte. Aufgewachsen in der Musikerkommune von TRAFFIC (Stevie Winwood, Jim Capaldi u.a.) in den Siebzigern in der Nähe Londons, zog es Familie Hamilton irgendwann nach Florenz, wo Ben nach verschiedenen Umwegen als Straßenmusiker entdeckt wurde und letztendlich nach Berlin kam.

Diese Entdeckung hat sich wirklich gelohnt, denn die Songs des stimmgewaltigen Riesen haben es in sich. Gleich der Opener „Sparrow’s Blues“ überzeugt mit abwechslungsreichen Melodien, während „Backbreaker“ ungleich ruhiger konzipiert ist. Stimmlich erinnert Mr. Hamilton hier an PETER GABRIEL, verleiht dem Song aber eine ganz eigene Handschrift. Mit „Human“ und „Chaim of Love“ schließen sich weitere Balladen an, bei denen die heisere Stimme des Singer/ Songwriters jedoch ganz anders wirkt. Mit dem tanzbaren „Bells“ wird sich Ben mit Sicherheit in die Indie-Herzen spielen. Unverkennbar sind die elektronischen Einflüsse, auf die er bei seiner Ankunft in Berlin gestoßen ist und die er perfekt in seine Songs integriert hat (auch schön bei „Radiationnation zu hören). „Billy The Clown“, „Indispenable“ und „Durango“ gehören in die Kategorie der Lieder, die absolut zeitlos sind. Im Grunde trifft das auf jedes Stück des Erstlings zu, hier werden keine Modetrends bedient, sondern Musik ohne Verfallsdatum gemacht. Eine kleine Ausnahme bildet „Funfun“, das mit überraschenden Loops spielt und dessen Vocals jede Menge Geheimnisse zu verbergen scheinen. „Hologram“ lebt geradezu von der verrauchten Stimme Hamiltons. „Curtaincall“ und „Rising“ stecken voller Melancholie und Geigen, der perfekte Soundtrack für den Herbst.

Wunderbare Lieder ohne viel Tamtam, aber mit ganz viel Herz und poetischen Texten, die eine nähere Betrachtung wert sind. Für die Violinklänge zeichnet übrigens Anne de Wolff (POEMS FOR LAILA und viele andere Kollaborationen z.B. mit BAP, ROSENSTOLZ, WIR SIND HELDEN) verantwortlich. Schön, dass es zwischen allem Retortenschrott so etwas noch gibt.

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