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BENNE - Im Großen und Ganzen

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BENNE2
Artist BENNE
Title Im Großen und Ganzen
Homepage BENNE
Label FERRYHOUSE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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BENNE heißt eigentlich Benedikt Ruchay, ist inzwischen Ende 20 und „Im Großen und Ganzen” seine dritte Studio-Langrille. Der Wahlberliner ist in einem Dorf nahe Heilbronn aufgewachsen, durch Südamerika gereist, hat in einem Waisenhaus in Buenos Aires gearbeitet und ist durch Europa getingelt. Das war alles bereits vor seinem 2015er Debüt „Nie mehr wie immer“ und in der Zwischenzeit muss der Gute von der Liebe ziemlich enttäuscht worden sein.

Es kommt auf dem neuen Silberling nämlich nicht oft vor, dass BENNE nicht von seiner gescheiterten Beziehung singt. Der Opener „3000 Umwege“ klingt noch recht optimistisch und auch die beschwingte Vorab-Single „Licht in uns“ beschwört die gemeinsame Kraft. Es folgt „Herr Krämer“, den der Singer-Songwriter gern davon überzeugen würde, seinem Leben neuen Schwung zu geben. Doch dann beginnt der Trennungsschmerz mit dem melancholischen „Zu früh, zu spät“ und man fragt sich, ob die leise Ode an die Liebe namens „Alles und mehr“ wohl geschrieben wurde, als die Liebe noch ganz frisch war und erwidert wurde oder ob dieses Lied erst entstanden ist, als der geliebte Mensch schon gegangen war. Ähnlich verhält es sich mit dem gefühlvollen „Bis zum tiefsten Punkt“, während „Alles bewegt sich“ mit der Zeile „Mein Herz wird nicht größer, nur weil’s schwerer wird“ dem universellen Liebeskummer Raum gibt. Mit zarten Gitarrenakkorden übernimmt „Ich hab heut Nacht geträumt“ – das Thema bleibt ebenso wie beim nachfolgenden „Wo du mich findest“, wohingegen mit „Für das was kommt“ der Blick langsam nach vorn gerichtet ist. Am Ende ist da aber doch noch jede Menge Schwermut, die mit „Was zum Träumen“ und „Nie passiert“ eindringlich präsentiert wird.

Die Beats und Gitarren auf „Im Großen und Ganzen“ erinnern an BOSSE, die Stimme an ANDREAS BOURANI und mit seinem Herzblut macht BENNE seine Musik dennoch unverwechselbar. Eine Empfehlung an alle, die noch den passenden Soundtrack zum Herzeleid suchen oder generell auf schwer gefühlsbetonte Mucke stehen.

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