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BETTINA KÖSTER - Kolonel Silvertop

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BETTINA KÖSTER
Artist BETTINA KÖSTER
Title Kolonel Silvertop
Homepage BETTINA KÖSTER
Label PALE MUSIC
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Anfang der Achtziger gab es in Berlin eine Noise-Kapelle namens MALARIA!; deren Sängerin war BETTINA KÖSTER, die bereits im Juli ihr jüngstes Album „Kolonel Silvertop“ veröffentlicht hat. Man nennt die Dame auch die „Hildegard Knef des Punk-Rocks“ oder auch „Queen of Noise“ und wenn man erst einmal die tiefe, warme und verrauchte Stimme der Sängerin, Musikerin, Komponistin, Textdichterin, Musikproduzentin und Autorin gehört hat, erklärt sich der erstgenannte Titel sehr schnell. Und auch für den zweiten Vergleich braucht man nur einen ersten, oberflächlichen Höreindruck von „Kolonel Silvertop“ gewinnen.

Wobei ich beim Hören von „Underground World“ spontan auch an die Seventies-Disco-Queen AMANDA LEAR denken musste, während die Single „Der Novak“ ein deutschsprachiger Chanson ist, der bereits 1954 erschienen ist und im Original vom österreichischen Kabarettisten und Komponisten Hugo Wiener stammt. Damals kam die Nummer auf den Index, anno 2017 reichte der Text, um dem Track eine gewisse verwegene Anrüchigkeit zu verpassen. Und was hat es mit dem Electro-Opener „1959“ auf sich? Auf jeden Fall haben wir es hier mit dem Geburtsjahr der Dame zu tun, die sich für „Kolonol Silvertop“ mit alten Freunden ins Studio begeben hat. So ist Christine Hahn (Programming, Bass, Gitarre und Drums) von MALARIA! mit von der Partie und auch Klaus Kruger (TANGERINE DREAM – Drums) und Jochen Arbeit (EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN – Gitarre) sind neben weiteren Musikern zweifellos langjährige Wegbegleiter.

Eigentlich sollte „Colonel Silvertop“ ja eine Werkschau werden, die nur zwei oder drei neue Lieder enthalten sollte. Der kreative Prozess war jedoch ganz offensichtlich so fruchtbar, dass am Ende doch eine ganz neue Platte dabei rausgekommen ist. Das ist auch gut so, denn der kühle, experimentelle Electro-Mix kann sich wahrlich hören lassen. Anspieltipps neben den bereits genannten Stücken: Das wabernde „Silvertop“, das im Midtempo pulsierende „Rain And Thunder“, die Ballade „A Hop And A Skip“ und das finale „Where Do You Go To“, mit dem BETTINA KÖSTER Marlene Dietrich ins Spiel bringt, die als Referenz  ebenfalls bestens ins Bild passt.

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