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BIFRØST - Dragvandil

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Bifroest-Dragvandil.jpg
Artist BIFRØST
Title Dragvandil
Homepage BIFRØST
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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Interessanter Name, seltsames Artwork. So der erste optische Eindruck der CD auf dem Schreibtisch. Es wirkt ein wenig so, als habe da jemand sein neues Photoshop ausprobiert. Aber man soll ja nicht nach Äußerlichkeiten gehen. Einmal im Player gelandet, weiß das Album des norddeutschen Quintetts auch noch nicht sofort zu überzeugen. Irgendwie klingt das stilistisch sehr durcheinandergewürfelt und die Musik ist recht simpel gehalten. Da wird einem zu Anfang zu quietschenden Synthies „Second Sky“ entgegengebrüllt, die nächsten Lieder klingen aber wieder mehr nach Neofolk oder sehr ruhigem Wavekram. Es scheint keinen rationalen Grund zu geben, „Dragvandil“ so richtig gut zu finden…

Aber damit ist es hier nicht getan, so einfach ist das nicht. Und je öfter die CD im Player rotiert, desto mehr erschließt sich einem die nordmythische Welt der „Dragvandil“, desto besser hört man die filigranen Arrangements und die sanfte Wegmut der akustischen Tracks wie „Rhymes of Lunar Sea“, „Legends“ oder „The Quest“ heraus. Die synthetischen „Ghostship“, „Havoc“ oder „()“ erscheinen bombastischer als noch Durchläufe zuvor und erinnern an alte, ruhige PITCHFORK-Sachen – gerade was den Sänger angeht. Überhaupt hat da der Herr Kappabani ein sehr vielseitiges Organ, das er auch dergestalt einzusetzen weiß. „The Wolfsong“ z.B. erinnert mich da passender weise eher an frühe WOLFSHEIM (im Speziellen: „Angry Today“). Grundsätzlich kann man festhalten, dass auch was gemäßigten Tempos ist, sich doch nach mehrmaligem Anlauf sehr intensiv in die Gehörgänge graben kann.

Ebenfalls positiv ins Auge fällt die Bemühung, dem Zuhörer Hintergrundinformationen über Konzept, Band und Textmaterial zukommen zu lassen. Dies alles findet sich nicht wie üblich im Booklet, sondern in HTML eingebunden auf der CD. Grafisch untermalte Songtexte, Bandinfo, thematisch passende Literatur und nützliches Wissen: was BIFRØST eigentlich bedeutet und vieles mehr. Auch ein MP3-Bonustrack namens „Another Tombstone“ findet sich da. Hier gilt ebenfalls: manches findet sich leicht, manches bedarf der aufmerksamen Suche. Und auch wenn auf den ersten Blick kein Grund dafür bestehen sollte, „Dragvandil“ so richtig gut zu finden – ich tu’s trotzdem! Es lohnt sich allemal, über die Regenbogenbrücke zu lauschen.

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