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BLACK CRUCIFIXION - Faustian Dream

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Black-Crucifixion-Faustian-Dream.jpg
Artist BLACK CRUCIFIXION
Title Faustian Dream
Homepage BLACK CRUCIFIXION
Label SOULSELLER RECORDS
Veröffentlichung 17.11.2006
Leserbewertung
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„Ten Years After“ – 10 Jahre später, eine Band und die Zeit, die Zeit wartet auf niemanden, aber die Finnen BLACK CRUCIFIXION juckt das nicht. So feilten die einstigen Black Metal Pioniere seit 1996 an „Faustian Dream“. Und um die Phrasendrescherei noch weiter zu treiben: „Was lange währt, wird gut“… möglich wäre es ja. Kurios an der ganzen Sache finde ich allerdings, dass „Faustian Dream“ in der in den frühen 90ern beginnenden Bandgeschichte der erste echte Longplayer ist und somit eine Art Debüt der Band darstellt. 1992 veröffentlichte man mit „The Fallen One Of Flames“ ein recht kurzes und derbes Demo, um 1993 verlauten zu lassen: „Black Metal is dead. It has been since 1993“. Harte Worte der einstigen Pioniere. Aber wenn Black Metal tot ist, was machen sie dann?

„Faustian Dream“ kann man wohl am besten als leicht avantgardistischen Dark/ Gothic Rock/ Metal mit einem Hauch RAMONES und dem Feeling der 80er beschreiben. Sauberer Gesang, langsame Gitarren, synthetische Klassik und tieftraurige Melodien. Das ganze wird von einem recht flotten Schlagzeug begleitet. Stetige Tempiwechsel und melancholisch-melodische Gitarrenparts sorgen dabei für eine gewisse Abwechslung. Der eigensinnige Sound und das leicht steril wirkende Klangbild kommen kühl und präzise daher. Wobei ich mich frage, ob das so gewollt war. Bei etlichen Songs erzeugt es gute Atmosphäre, jedoch wirkt es bei anderen nur übertrieben. Auch die teilweise sehr verzerrten Gitarren funktionieren nicht immer. Im Falle von „Bible black tyrant“ zum Beispiel surren sie nur vor sich hin, ohne wirklich etwas zum Titel beizutragen. Inhaltlich wird leider tief in die Klischee-Kiste gegriffen und mit Songs wie dem eben genannten oder auch „Scandinavian Melancholy“ bis zum bitteren Ende ausgeschlachtet. So erwartet den Hörer inhaltlich leider nichts, was sich im Ohr festsetzt. Dafür gibt es jedoch musikalische Highlights: „Wrath without hate“ ist eines der auffallendsten Stücke. Gute Lyrics und ein sehr abwechslungsreich instrumentalisierter Titel, welcher mich auf Anhieb überzeugt hat.

So muss ich leider sagen, dass ich mir nach der langen Abwesenheit der Band ihr Comeback etwas anders vorgestellt habe. Vielleicht hat man zu lang an „Faustian Dream“ gewerkelt oder aber mir erschließt sich einfach nicht die doch sehr explizite Vision der Band. Ich möchte die Scheibe aber keineswegs schlechtreden! 36 Minuten geballte Traurigkeit können auf jeden Fall gefallen und den Hörer bei entsprechender Stimmung auch mitreißen. Wer die Chance hat mal ein Ohr zu riskieren, soll es tun. Vor einem „Blindkauf“ würde ich allerdings abraten.

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TON TB 'Faustian Dream' Tracklist
1. Evolve as one (Budapest Mix)
2. (So much better than) The real thing
3. Acid submersible
4. Rebirth
5. Seadweller
6. Sabotage
7. Trip cancelled
8. Four quattro
9. Jewels in time
10. High and healthy
11. Tape elements
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