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BLACK LIPS - Satan’s Graffiti Or God’s Art

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BLACK LIPS
Artist BLACK LIPS
Title Satan’s Graffiti Or God’s Art
Homepage BLACK LIPS
Label VICE RECORDS
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Die Flower-Punk-Pioniere BLACK LIPS aus Atlanta haben mit „Satan’s Graffiti Or God’s Art?“ ihr achtes Album in die Plattenläden gebracht. Der fuzzig-staubige Rock’n’ Roll auf dem jüngsten Silberling wurde von Sean Lennon in dessen Studio in Upstate New York produziert. Während der Aufnahmen isolierten sich alle Beteiligten völlig von der Außenwelt, wodurch die Band in einer fokussierten Lebendigkeit zusammenrückte, was sie in den Spirit ihrer Gründertage zurückversetzte. Neben den Gründungsmitgliedern Cole Alexander und Jared Swilley waren auch der frühere Gitarrist Jack Hines (2002 bis 2004) und die kürzlich dazu gestoßenen Drummer Oakley Munson und Saxofonist Zumi Rosow mit von der Partie. Als weitere Gäste sind Saul Adamczewski von FAT WHITE FAMILY und YOKO ONO auf dem Album zu hören. Sprich: wir haben es zumindest in Bezug auf „Occidental Front“ mit einem Stück Family-Working zu tun, denn natürlich ist Sean Lennon niemand anderes als der Sohn von YOKO ONO und JOHN LENNON. Während Mutti also bei dieser leicht countryesken Schrammelnummer hinterm Mikro steht, dreht Sohnemann an den Reglern.

Wobei es bei den BLACK LIPS natürlich essentiell ist, dass sich der Sound eben nicht glatt poliert anhört. Dass die Mucke trotzdem fluffig ins Ohr gehen kann, beweist die erste Single-Auskopplung „Can’t Hold On“. Überhaupt herrscht eine ziemlich ausgelassene Stimmung auf der Langrille. „The Last Cul The Sac“  klingt mit seinen psychedelischen Elementen und dem leiernden Gesang von Fronter Cole Alexander wie aus den Siebzigern in die Gegenwart gebeamt, während die gemächlich scheppernde Interlude „Got Me All Alone“ direkt aus den heimischen Sümpfen Georgias zu kommen scheint. „Squatting In Heaven“ könnte derweil das direkte Ergebnis einer feucht-fröhlichen Studio-Jamsession sein, während sich „Wayne“ im Zweifel auch für die nächste Runde am Lagerfeuer empfiehlt. Sollte man bei dieser Gelegenheit ein, zwei Flaschen Bier im Anschlag haben, passt das im Übrigen auch bestens ins Bild.

So schrammeln sich die seit 1999 agierenden BLACK LIPS durch insgesamt knapp 56 Minuten Spielzeit, bei denen es das eine oder andere musikalische Zwischenspiel nicht zwingend gebraucht hätte. Unterm Strich liefern die Amis jedoch einen überzeugenden Mix aus Garage, Punk und Blues, der seinen Charme insbesondere aus dem leicht ungehobelten DIY-Ambiente zieht.

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