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BLACK STONE CHERRY - s/t

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Artist BLACK STONE CHERRY
Title s/t
Homepage BLACK STONE CHERRY
Label ROADRUNNER RECORDS
Veröffentlichung 15.04.2009
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Wenn man in einem Kaff wie Edmonton/ Kentucky aufwächst, wo es sogar verboten ist, Alkohol zu trinken, findet man unter Umständen schon deshalb zur Musik, um ein wenig Abwechslung vom langweiligen Alltag zu bekommen. Wenn dann auch noch die Familien allesamt musikalisch sind, ergibt es sich fast von allein, dass man diese Traditionen aufnimmt, noch dazu, wenn die Proben in einem über 100 Jahre alten Probenhaus stattfinden, dessen Wände tapeziert sind mit alten Band-Postern, Albumcovern und Flyern. So ist es den vier Mitgliedern von BLACK STONE CHERRY wenigstens ergangen, die den Südstaaten-Rock sozusagen bereits mit der Muttermilch aufgesogen haben und seit fast sechs Jahren gemeinsam mucken. Was als High School Band begann, kann jetzt den ersten eigenen Longplayer mit 13 Songs vorweisen und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Zwar sind Chris Robertson (voc., guit.), Ben Wells (guit., back. voc.), Jon Lawhon (bass, back. voc.) und John Fred Young (dr., back. voc.) gerade mal Anfang Zwanzig, die Butter vom Brot nehmen lassen sie sich aber ganz bestimmt nicht. Das Quartett versteht ordentlich zu rocken und schon der Opener „Rain Wizard“ über einen mysteriösen Mann, der gemäß einer alten Legende in Dürrezeiten Regen herbeirufen konnte, besticht mit gnadenlosen Gitarren und energievollem Gesang. „Backwoods Gold“ erzählt auf temporeiche Weise die Geschichte eines illegalen Alkoholverkäufers, der sein Geschäft ausgerechnet in den jetzigen Räumen der Polizei von Edmonton hatte. Hört man die Stimme von Chris Robertson auf „Lonely Train“, ist man versucht, nachzuschauen, ob die Jungspunde Eddie Vedder von PEARL JAM für einen Gastauftritt gewinnen konnten. Die Ähnlichkeit ist wirklich frappierend, auch sonst vermag der Song über die Gefühle von Familien deren Töchter und Söhne im Krieg sind, durchaus zu überzeugen. Für die Amerikaner ja dank Mr. Bush auch ein sehr präsentes Thema. Bei den BLACK STONE CHERRY wird weiter gerockt, was das Zeug hält. „Maybe Someday“ gibt sich bodenständig, „When The Weight Comes Down“ spielt hingegen stärker mit Melodien, während „Crosstown Woman“ auch stilistisch ein PEARL JAM-Titel sein könnte. Was Songs wie „Shooting Star“ oder „Drive“ gemeinsam haben, ist zweifellos eine enorme Spielfreude, die in wilden, wütenden Gitarrenriffs und Besitz ergreifenden Rhythmusattacken zum Ausdruck kommt. Dazwischen nimmt das Quartett mit „Hell And High Water“ und „Tired of The Rain“ ein wenig Tempo raus und gedenkt aufs Feinste seiner Südstaaten-Wurzeln. Die Liebe zu LED ZEPPELIN ist unverkennbar bei „Shapes of Things“ und „Violator Girl“ zu hören, der BSC-Sound nimmt einige Facetten der Engländer auf, um sie in ein eigenständiges Ganzes zu betten. Mit „Rollin’ On“ wird dem bluesigen Rock’N’Roll gehuldigt, ein würdiger Abschluss, der Chris’ stimmliche Vermögen noch mal bestens zur Geltung bringt.

Wenn das Ergebnis ein so fettes Album ist, sollte man viel mehr jungen Menschen eine langweilige Jugend verordnen, zumindest denen, die als musikalische Vorbilder solche Größen wie LED ZEPPELIN, LYNRED SKYNYRD, die BLACK CROWES, AC/DC, SOUNDGARDEN, GUNS’N’ROSES und ALICE IN CHAINES nennen und deren Erbe so frisch und rotzig antreten. Zum Schluss noch ein Hinweis: Die BLACK STONE CHERRY bitte nicht verwechseln mit den britischen CHERRYBLACKSTONE, die machen Funk Rock!

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