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BLEK LE ROC - The Irony

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Blek-Le-Roc-The-Irony
Artist BLEK LE ROC
Title The Irony
Homepage BLEK LE ROC
Label DOWNTOWN SOUND RECORDS
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Hier die Geschichte von BLEK LE ROC im Schnelldurchlauf: 2005 gewinnt Sänger und Gitarrist Tobias Dirr bei einem Bandwettbewerb einen Konzertauftritt beim Münchner Tollwood Festival und hat gar keine Band, kaum drei Monate später haben er und seine beiden neuen Mitstreiter, der Gitarrist Lucas Fernandes und der Drummer Benedikt Abé, auch schon den Support für STATUS QUO gegeben, weil die eigentliche Vorband im Stau stand. So kann’s gehen und dann wurde es aber auch erst einmal ruhig um die drei Bajuwaren, die 2012 ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlichten und den jetzt erscheinenden Nachfolger eigentlich schon für das vergangene Jahr annonciert hatten.

Einen Vorgeschmack auf die zwölf neuen Songs lieferten bereits zwei Singleauskopplungen, die auch gleich die Bandbreite der Kapelle aufzeigen. Mit dem treibenden „We Just Met“ bitten BLEK LE ROC mit discotechnoiden Elementen und fiebrig klingenden Gitarren auf den Indie-Dancefloor, während „Try And Find A Way“ einen großen Bogen vom reduzierten Sound einer amerikanischen College-Rock-Combo zum epochalen britischen Independent schlägt. Weiterhin ist Dirrs vergleichsweise hohe Stimme ein prägnantes Stilmittel, das es beispielsweise beim eingängigen „Bridges & Beats“ offensiv zu hören gibt. Unaufgeregt schließt sich das gefällige „History Society“ an, ehe „Punk Floyd“ (ja mit „u“!) dem Ganzen etwas mehr Druck verleiht. Ein bisschen mehr Ungeschliffenheit macht die Songs durchaus interessanter; in diesem Sinne folgt das geheimnisvolle „Landslide“, bevor eine kleine „Interlude“ auf die Gitarren von „Save The World“ vorbereitet. Die sind nun allerdings keinesfalls besonders laut oder schrammelig, sondern in gewohnter Weise einschmeichelnd und auch mit dem gefühlvollen „Silhouettes“ muss niemand um Radio- oder Massentauglichkeit bangen. Der Titeltrack „The Irony“ spielt derweil ein wenig mit Elektronik und Tempo, bleibt ansonsten jedoch hübsch kuschelig, bevor „We Found A Way“ mit beschwingten Rhythmen übernimmt. Bleibt noch „Caught In A Loop“, das auf der Zielgeraden vermittels Streicher und dezenter Percussion noch einmal für hörbare Emotionen sorgt.

Für meinen Geschmack hätten BLEK LE ROC auf „The Irony“ ruhig noch mehr Ecken und Kanten zeigen dürfen. Insgesamt ist der Silberling aber durchaus gelungen und das Trio Dirr/ Fernandes/ Abé versteht auf jeden Fall sein Handwerk und ist mit der nötigen Spielfreude bei der Sache. Mein Favorit ist ganz klar der Opener „We Just Met“, dessen Niveau haben die Jungs leider nicht halten können, aber hörenswert sind die neuen Songs allemal.

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