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BLIND PASSENGERS - Timemachine

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Artist BLIND PASSENGERS
Title Timemachine
Homepage BLIND PASSENGERS
Label WANNSEE RECORDS
Veröffentlichung 09.05.2005
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Nachdem 2001 das letzte Album der BLIND PASSENGERS erschienen ist, und es keine Abschiedstournee gegeben hat, haben sich vier Jahre später Rayner Schirner und Nik Page zusammen ins Studio begeben, um mit den Aufnahmen für ein allerletztes Album zu beginnen. Dieses nennt sich “Timemachine”, ein Doppelalbum mit Best-Of-Charakter, vielen Remixversionen und sechs neuen Songs, auf die ich später näher eingehen werde. “Timemachine” verführt den Hörer durch ein Wechselspiel von Synthipop und harten Riffs, schlau getrennt auf zwei CDs. Auf CD 1, die als Titel “Synths & Hooks” trägt, befinden sich Songs der VÖs “Glamour Of Darkness”, “Destroyka” und “Trash Inside My Brain”, sowie drei neue Stücke. Mit einer längeren Version von “Walking To Heaven” – neu hinzugekommen ist auch eine klare Frauenstimme im Refrain – , der Track, mit dem den BLIND PASSENGERS der Durchbruch gelang, steigt der Hörer in die Zeitmaschine ein, um sich auf die Reise durch eine Erfolgsgeschichte zu machen, bei der er die “Blinden Passagiere” im Gepäck hat..

Daraufhin folgt der Titel “Small Town Night”, der vom Labelkolegen JOKE JAY geremixt wurde. Auch hier findet man die ehemaligen Gaststars von NIK PAGE wieder. Ein wenig basslastiger und länger steht die Version von “Born To Die” dem Original gegenüber und befindet sich an dritter Position. Daran schließt sich der Song “Headache” an, der sich auf der Single von “Born To Die” befand. In der Zeitleiste machen wir nun wieder einen Sprung in die Vergangenheit; der Hörer taucht ein in die Klänge von “Your Smell”, die sich auch auf der Maxi von “Walking To Heaven” finden lassen. Eine wunderschöne Ballade und ein persönliches Highlight auf dieser Scheibe ist der neue Song „When the Sky broke“, der von NIK PAGE gesungen wird. Die Komposition fesselt durch ihre tiefgehende, eindringliche und berührende Stimme. Ein Ersatz für mich, wenn ich seine Liveversion von “Walking To Heaven” nicht hören kann. Weiter geht es mit einem neuen Track namens „Spacechild“, ebenfalls intoniert von Nik, der vor allem durch das Intro und den Refrain älteren Synthipop-Liedern der BLIND PASSENGERS ähnelt. Der Gesang ist wie ein leichter Hauch, welcher dem Hörer leise und tiefgehend ins Ohr flüstert. Mit “Too Much” folgt eine Neuaufnahme des alten Klassikers der “Glamour Of Darkness”, diesmal jedoch von Herrn Page gesungen, der durch seine Betonungen hervorsticht und einen netten Refrain herbeizaubert. Von meinem Lieblingsalbum “Destroyka” folgt nun der Hit “Broken Conscience”, der durch ein leichtes Feuer-Knistern im Intro verlängert wurde. Ein Schritt in die Zukunft wird nun mit den Stimmen der Nacht gemacht. Dämonisches Geschrei und Gitarreneinlagen von ALX, einem Mitglied der SACRIFIGHT ARMY, leiten den neuen Song “Voices Of Dark” ein. Auch dieser wird von NIK PAGE gesungen und besitzt eine Melodie, die den Hörer mitreißt. Ein etwas härterer, basslastiger Song, der fast das Ende der ersten CD einläutet und auf die harten Riffs von CD 2 hinweist. Weiter geht es mit “Yes Sir!” und “Absurdistan”, deren Versionen jeder Fan des Berliner Sängers bereits kennen dürfte, wenn er ihn schon einmal live gesehen hat. Beide Songs haben in dem neuen Mantel, der ihnen verpasst wurde, einen viel impulsiveren Charakter und bringen den Hörer zur Extase (möglicherweise nur die weiblichen? Anm. Red.). So gelingt der perfekte Übergang zu CD 2, da auch diese beiden abschließenden Lieder durch harte Riffs von Niks Gitarristen begleitet werden.

Mit dem Namen “Riffs & Shouts” folgt besagter zweiter Silberling, auf dem sich Songs der “Trash Inside My Brain”, “Bastard” und “Neosapiens”-Releases befinden. Der Zeitreisende wird durch einen neuen Song von NIK PAGE begrüßt, welcher sich “Forgotten Years” nennt. Hierbei handelt es sich um ein sehr melodisches Stück, welches Hunger auf mehr macht, und so lässt man sich auf die folgenden Lieder sehr gerne ein. Mit Klaviermelodien und ergreifenden Passagen nimmt dieser Song ein Ende und vielleicht treibt es dem einen oder anderen sogar Tränen in die Augen. “Glory of Success” von der “Bastard” rauscht mit einem etwas verlängerten Tempo, seinen flotten Melodien und Riffs an einen vorbei, worauf sich ein weiterer neuer Song von Nik namens “No More Revolution” anschließt. Auch dieses Stück agiert mit Melodien, die Ohrwurm-Charakter besitzen und mit der tiefen Stimme des Masterminds verfeinert werden. Nun folgt ein neuer Titel von Rayner Schirner, der sich “Just A Fuck” schimpft und durch kleine Shouteinlagen von seinem Partner in Crime zu einem Ganzen gemacht wird. Eben passend zum Titel dieser CD. Auch hier besitzt Rayner den unvergleichbaren Gesangsstil der letzten BP-Alben.

Ein Song aus dem Jahre 2002 ist “Born To Crash”, dem NIK PAGE seine Stimme geschenkt hat, wobei die Instrumente hierbei die Oberhand besitzen und menschlichen Laute im Hintergrund verbleiben. Eine gelungene Mischung, die dem Song eine gewisse Impulsivität gewinnen lässt und mit dem Inhalt des Liedes im Einklang steht. Neu produziert unter anderem vom STAUBKIND Louis Manke, der an den Gitarren steht, ist “Golden Years”, ein Hit von der “Trash Inside My Brain”. Auch hier findet sich der Gesang von Herrn Page wieder, mit den für ihn typisch dunklen Betonungen. Mit einem ein neuen Intro versehen folgt daraufhin “Grey Sunday”, mein Lieblingssong der BLIND PASSENGERS, und es schließt sich die Originalversion von “Bring Me Down” an. Wir bleiben beim 1999er Album und genießen die Klänge von “Gunman”, was in seiner alten Fassung erhalten wurde, jedoch ein kurzes neues Intro besitzt. In der Zeit geht es nun wieder 3 Jahre weiter, und Violinenklänge machen den Beginn zum unveränderten Song “Hall Of Pain”, auf den das Original “Why” folgt. Als letzter harter Track wird das Album mit “Get On” beendet. Doch soll es das nicht gewesen sein, denn abgerundet wird das ganze mit “Sarajewo”, einem Titel, der von Marc Range geschrieben wurde. Auch wenn hiermit wieder ein gewaltiger Schritt in Richtung 1994 gemacht wird, ist es ein gelungener Abschluss, um sich von seinen Fans zu verabschieden. Ergreifende Melodien bringen den Zeitreisenden wieder zurück und lassen ihn vielleicht in Erinnerungen an die vergangene Zeit schwelgen.

Nach diesen letzten ungefähr 3 1/2 Minuten endet die Ära der BLIND PASSENGERS, aber die Band lässt mit diesen beiden CDs ein wundervolles Geschenk zurück und hat noch einmal gezeigt, was sie drauf hat. Zwei CDs, die den Weg durch die Geschichte der Berliner Erfolgsband optimal beschreiten und mit ihren Songs beweisen, dass es noch eine Zukunft gibt, auch wenn sie „nur“ mit Soloprojekten erhalten bleibt. Ein wirklich sehr gelungenes Konzept, das dem Hörer Spaß macht, und bei dem man gerne die Zeitreise nochmals starten möchte, wenn man am Ende angelangt ist. Es lohnt sich wirklich, hier einzusteigen und seine 7 Sinne auf die Klänge dieses grandiosen Meisterwerkes zu richten.

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Blind Passengers 'Timemachine' Tracklist
1. Walking to heaven (1993 Extended Version) Button MP3 bestellen
2. Small town night (1992 New Cut) Button MP3 bestellen
3. Born to die (1994 Club-Maxi Version) Button MP3 bestellen
4. Headache 1994 Button MP3 bestellen
5. Your smell 1993 Button MP3 bestellen
6. When the sky broke (1992 / 2005) Button MP3 bestellen
7. Spacechild (1997 / 2005) Button MP3 bestellen
8. Too much (1992 / 2005) Button MP3 bestellen
9. Broken conscience 1995 Button MP3 bestellen
10. Voice of dark (1993 / 2005) Button MP3 bestellen
11. Yes sir! (1993 / 2005) Button MP3 bestellen
12. Absurdistan (1995 / 2005)
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