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BLOOD DUSTER - s/t

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Blood_Duster.jpg
Artist BLOOD DUSTER
Title s/t
Homepage BLOOD DUSTER
Label SEASON OF MIST
Veröffentlichung 19.09.2008
Leserbewertung
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BLOOD THRUSTER! Genau wie die Sombrero-Guerillas von BRUJERIA halten die australischen Opponenten des guten Geschmacks, die Berufsberserker BLOOD DUSTER nichts von selbstauferlegten stilistischen Beschränkungen, Langeweile oder Lahmarschigkeit. Ihr neuestes, unbetiteltes Werk ist somit das weltweit erste Album, auf dem die grölende, bierselige Seite von AC/DC mit der Urgewalt des brachialsten Metal vermählt wird und fügt der nicht enden wollenden Kette von Grindvarianten ein neues Mitglied hinzu.

Tatsächlich wechseln sich auf dieser Scheibe ultraharte, -kurze und –schnelle Hasstiraden mit gutem alten stinkefingerschwingenden Schweinerock der klassischen Art ab, und statt zu Entschleunigung oder gar Verweichlichung zu führen, hebt dies nur das Spass- und Energielevel der Truppe um die mit bemerkenswert konventionellen Namen gesegneten M-lo, Tony Lee Roth, Matt Rizzio, Jason P.C. und Bolt Thrower. Riesige Refrains und knackige Riffs auf der einen Seite, unmenschliche Gewalt und Schlagzeuggewitter auf der anderen bestimmen für weit über eine halbe Stunde das Bild und „SixSixSixteen“, sowie das mit einem Titel, in welchen sich unser Terrorverlag-Webmaster direkt verlieben würde, versehene „DrinkFightFuck“ sind vitaler und überzeugender, als das Meiste, was Angus Young und Konsorten uns in den letzten Jahren zu bieten hatten. Die immer wieder eingestreuten, launischen und um vorhersehbare Themen wie Penisgrösse und sexuelle Abarten kreisenden Interludes sind weniger Selbstzweck als dringend nötige Ruhepausen und auch der Aufbau von „Blood Duster“ ist mit seinen Hits am Anfang, viel kurzweiligem Krach in der Mitte und noch ein paar Knallern zum Schluss psychologisch raffiniert – raffinierter auf jeden Fall, als man es von einer Kapelle erwartet hätte, welche vormals vor allem für Stücke wie „Fisting the Dead“ bekannt war. Am Ende wird sogar noch die Akustische ausgepackt für die „NuCorprate“ betitelte, im Flair des „Redemption Song“ vorgetragene, zynische Bebachtung aktueller Trends in der Musiklandschaft: „New Country or NuMetal/ I don’t know what is worse/ A marginalized Garth Brooks/ Or a sanatized Fred Durst“.

Sie haben sich viel vorgenommen für dieses Album und viel herumprobiert, dabei aber weder Spontanität noch anarchistische Gesinnung verloren. Essentieller als das Korn zum Bier, stampfender und krachender als das Oktoberfest. Hoch leben die Könige des Pubgrind, hoch leben BLOOD DUSTER!

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