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BLOOD OF CHRIST - Breeding Chaos (Anthology III)

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Artist BLOOD OF CHRIST
Title Breeding Chaos (Anthology III)
Homepage BLOOD OF CHRIST
Label SKYSCRAPER MUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

BLOOD OF CHRIST, schöner Bandname, was spielen die kanadischen Jungs denn, mal sehen… Ehrlich gesagt habe ich von der Combo noch nie etwas gehört, selbst das Plattenlabel Skyscraper sagt mir wenig, ist aber gut aufgemacht, die Scheibe. Dabei handelt es sich keinesfalls um Greenhörner, denn man hat bereits 2 weitere CDs veröffentlicht: „… A Dream to remember“ auf Pulverizer Records sowie „As the Rain gently falls“, ebenfalls bei Skyscraper. Und man tourte bereits mit so unterschiedlichen Acts wie MORBID ANGEL, OPETH oder KREATOR durch die Lande, man könnte sagen, das hat abgefärbt!

Denn hier herrscht der blanke kreative Wahnsinn, Musikstile noch und nöcher wurden miteinander gemischt und das vor allem in jedem einzelnen Song! Bereits der erste richtige Track „Torn & Black“ gibt die Marschrichtung vor: LIFE OF AGONY meets GRINDCORE, extreme Passagen gehen einher mit melancholisch gemeinten Parts. „Gemeint“ deshalb, weil diese Momente die große Schwachstelle im Sound der Blutchristen ist, der cleane Gesang von Schreihals Dan Hulse hört sich einfach fürchterlich an. Ohne jeden Ausdruck chargiert er sich als C-Kopie von Keith Caputo durch klagende Gitarrenwände. Besser funktioniert das tiefe Growlen in Verbindung mit Blast Parts oder auch hardcoremässigen Riffs, allerdings sind die Übergänge zwischen den einzelnen Stilen teilweise atemberaubend (merkwürdig). Krassestes Beispiel hierfür „Ask yourself“, wo immer zwischel „lieblich“ und „hyperbrutal“ hin- und hergeschaltet wird, dass einem die Kaffeetasse aus der Hand fällt. Auch der etwas matschige Sound trägt nicht zum gesteigerten Hörerlebnis bei. Live sollen BLOOD OF CHRIST mit einer ungeheuren Intensität zu Werke gehen, das kann ich mir bei den künstlerischen Ansprüchen der N(M)ordamerikaner auch gut vorstellen.

Überambitioniert finde ich die Scheibe, weil hier in meinen Augen zu viel passiert, zu viel Emotion, die dann – für mich – nicht mehr glaubwürdig klingt. Zudem sollte man wirklich am cleanen Gesang feilen. Allerdings kann ich mir auch eine Klientel vorstellen, die total auf die brachialen Extremromantiker abfahren wird und den Sound für tief auhentisch halten wird. Von daher ist hier wirklich mal der persönliche Test gefragt.

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