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BLUTZUKKER - Sucking Blood is true Addiction

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Artist BLUTZUKKER
Title Sucking Blood is true Addiction
Homepage BLUTZUKKER
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Zuviel Blutzucker kann ja bekanntlich gefährlich sein. Doch darauf nehmen diese deutschen Elektroniker überhaupt keine Rücksicht und kredenzen dem geneigten Fan gleich über 70 Minuten den vollen Remixwahn. Fast hätte ich ja gedacht, dass sich immer noch ICON OF COIL im Player befindet, aber die Ähnlichkeiten sind dann doch nur partiell. Kurz etwas zur Historie: Das Projekt wurde im Jahre 2000 von einem gewissen Ben gegründet, welcher sich anfangs eher den sanften Synthetik-Klängen widmete. Nach einem Demo war dann zunächst Schluss bis zur Wiederbelebung Anno 2004, was u.a. zu Samplerbeiträgen (Tanz der Nacht Vol.1) und vorliegender Remixscheibe führte. Denn hier handelt es sich nicht um neuen Stuff, stattdessen wurde die Stücke des bereits erwähnten Demos „Nachtflug“ (noch unter dem Namen SUN LOVIN’ BLUTZUKKER) neubearbeitet und auf die Menschheit losgelassen. Zudem hat man sich personell verstärkt, mit der weiblichen Stimme „Tiara Terror” und einem Keyboarder namens “Chris Crag”. Da ich die ursprünglichen Fassungen nicht kenne, kann ich hier keine Vergleiche anstellen, aber die aktuelle Musik spricht für sich.

Bei 15 Songs sind gleich mehrere doppelt und dreifach enthalten, so z.B. die absolut clubtauglichen „Der rote Kater“ sowie vor allem „Aldhibah“, ein Tanzbodenfeger par excellence. Feinster Future Pop mit einem enorm eingängigen Hauptmotiv! Aber BLUZUKKER hat auch andere Gesichter, in Szene gesetzt von bekannten und weniger bekannten Kollegen (z.B. CYCLOON oder die Ruhrgebietler DIE IN WINTER und EXILANATION). Hier zeigt sich, dass man nicht VNV NATION heißen muss, um ordentlich die Schalter kreisen zu lassen. Hin und wieder kratzt man an der Grenze zum Industrial, ohne jemals richtig lärmig zu werden („Nachtflug“ – ENEMY NATION, „Menschlichkeit“ CYCLOON), dann gibt es aber auch sphärische (Track 9, bin jetzt zu faul, um das genau auszuführen) oder Rave-Elemente (Nr. 5). Sehr gefallen kann das verträumte Instrumental „Shorty“ im „reminisce mix“, mit klassischen Pianoklängen passend zur Jahreszeit, Richard Clayderman lässt grüßen.

Das alles gibt es für nur 10 Euro im Webshop der Band, da kann man sich wirklich nicht beklagen. Viel Musik für kleines Geld, und vor allem viel gute Musik. Man muss sich nämlich mit diesem Release in keinster Weise vor „Labelacts“ verstecken, ganz im Gegenteil. Wohin der eigene Weg führt, werden wohl die Live-Konzerte und natürlich das nächste „richtige“ Album zeigen. Ich bin sehr gespannt!

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