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BRITT BLACK - Blackout

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Artist BRITT BLACK
Title Blackout
Homepage BRITT BLACK
Label BODOG MUSIC
Veröffentlichung 20.06.2005
Leserbewertung
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Warum durfte Tori Spelling in „Beverley Hills, 90210“ mitspielen? Weil sie so hübsch und talentiert ist? Die meisten kennen die Antwort: Weil ihr Vater der Produzent der Serie war. Britt Black ist die Tochter von Peter Karroll. Sein Name ist uns zwar nicht so geläufig, aber Peter Karroll war mal Kopf der Karroll Brothers und ist nun Chef des Kanadischen Labels „Her Royal Majesty Records“ und da ist doch klar, dass sein kleines, wildes Mädchen für und bei ihm Musik machen darf. Musik begleitet Britt schon ihr Leben lang und so erzählt die Bandbio nette Anekdoten von einem kleinen 3-jährigen Mädchen, das auf dem Bassverstärker beim THE CULT – Konzert eingeschlafen ist, mit 8 Jahren ihren ersten Song „Violence“ schrieb, den dann prompt Kanadas Vorzeige-Bitch BIF NAKED aufs Album nahm. Mit 14 gründete sie ihre eigene Girl-Group, um nach deren Trennung 4 Jahren später als Mitglied in BIF NAKEDs Band zu touren. Nun gibt es mit „Blackout“ ihr erstes Soloalbum, bei dessen Ankündigung mehrfach von „Hard Rock“ die Rede ist. Ihr zur Seite stehen dabei 3 kajalgeschwärzte Bubis, die laut Booklet auf die Namen David Dandy (Guitar), Howard Humenick (Bass) und Daryl Hood (Drums) hören und neben ihren Instrumenten Frau Black auch verbal durch „Heejoo“ –Rufe anfeuern dürfen.

Was jedoch als „Hard-Rock“ angekündigt wird, entpuppt sich äußerst schnell als Baukasten-Pop-Rock. Dank ihres „Early-English“ – Kindergartenkurses singen meine Kids direkt Refrains wie „Baby come on back“ oder „Do I wanna be your baby – oh — ya – okay“ von der Rückbank meines Autos mit, während mein Mann beim THE CULT–Cover „She sells sancutary“ nur verächtlich die Augenbraue hochzieht und mich ungläubig anschaut. 13 Titel lang wird so lauwarm abgedroschen ge-power-rockt, dass weder AVRIL LAVIGNE noch KELLY CLARKSON geschweige denn Deutschlands Powerröhre JEANETTE kalte Füße bekommen müsste. Mit „Stuck here“ und „Leave the light on“ misslingen zwei Versuche trotz „Bösem-Mädchen-Image“ auch etwas Warmherziges im Repertoire zu haben. Wenn Britt einen fiesen Blick und ihre stattlichen Auslagen in die Kamera hält, „Girl of you dreams“ wird sie so wohl nur für hormongeplagte Teeniejungs sein. „Das ist nur der Neid der Besitzlosen“ schreit jetzt der Kollege, aber hier geht es doch um Musik und wer „Gallionsfigur einer neuen Hard-Rock-Welle“ werden will, sollte seinen gottgegebenen Resonanzboden doch nicht nur für visuelle Zwecke einzusetzen wissen. Ich kann BRITT BLACK weder Individualität noch Kreativität abringen und halte daher nicht nur den letzten Titel „The next big thing“ für einen Griff nach den Sternen.

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