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BROKEN MONUMENT - s/t (EP)

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Artist BROKEN MONUMENT
Title s/t (EP)
Homepage BROKEN MONUMENT
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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9.0/10 (7 Bewertungen)

Na, wenn das mal kein Timing ist! Kurz bevor im Dezember nun alle Weihnachtssong-Dämme brechen, kommt aus Herford in Ostwestfalen ein Rettungsboot angerauscht, auf welchem es sich doch gut über die mit Klinglöcklichen und Triangeln gespickten Gassenhauer-Fluten hinweg gleiten lässt. 2014 als Ein-Mann-Projekt aus einer spontanen Laune heraus gegründet, scharrte Gründer und Gitarrist Simon (auch PRAY FOR ABSOLUTION, ehem. FIRST DEGREE MURDER) nun in diesem Jahr noch eine heitere Rasselbande um sich herum: Philip (SYMBRID, ehem. TASTE OF BLOOD) am Mikro, Raffi (HATSUGA DOJO) am Bass, Alex (ehem. FIRST DEGREE MURDER) am Schlagzeug und Marian (ehem. TASTE OF BLOOD) an einer weiteren Gitarre, kurz: BROKEN MONUMENT. Wem diese Namen etwas sagen wird nun denken: “da ist mehr Metal drin als in einer Panzer-Fabrik”. Doch weit gefehlt. Statt Eisen gegossen werden hier Felsen gesprengt! “Zurück zu den eigenen musikalischen Wurzeln” heißt die Devise und damit zu den Einflüssen aus den letzten 25 Jahren der Rockmusik.

“Remind me” eröffnet diese 5-Track-EP wie ein schwerer Lederstiefel, der den Highway-Staub aufwühlt und hinterlässt einen deutlichen Fußabdruck. Kein wütendes Stampfen, eher ein selbstbewusster Schritt, welcher nach und nach an Druck zu nimmt. Seichte Gitarre und der warm-sandige Gesang münden in eine treibende Rocknummer mit energischem Refrain und einem schönen Gitarrensolo. Mit etwas mehr Hand am Gas beginnt dann “The Endless Shore”. Die Nummer grooved gekonnt los und giftet im Refrain auch mit herrlich-fiesen Shouts. Man hört dem Fünfer die Spiellaune förmlich an, ohne sich jedoch in Komplexität zu verrennen. In die gleiche Kerbe schlägt auch “Here and now”. Das gute Stück pumpt ordentlich aus den Boxen, ehe einen der Refrain dann förmlich hinabreißt in einen wahren Rock-Rausch. Die Drums donnern, der Bass drückt, die Gitarren zerren, die Vocals treiben – einziger Ausweg: abrocken! Eine andere Wahl lässt einem auch “Exploration Of The Deep And Blue” nicht. Toller Groove, schöne Melodien, eingängige Gesangslinien – warum kompliziert, wenn es auch einfach gut sein kann? “Red Devil” bildet dann Abschluss und entschleunigt das wilde Fahrt ein wenig, ohne allerdings an Kraft und Ausdruck einzubüßen.

Über 21 Minuten hinweg bieten BROKEN MONUMENT genau das, was man von modernem Hard Rock verlangen möchte: unkompliziertes Songwriting, treibender Groove, tolle Gitarrenriffs und -soli sowie eine dreckige Attitüde. Die fünf Ostwestfalen liefern genau das ab – und das nach noch nicht einmal einem halben Jahr Schaffenszeit. Beachtlich! Für das kommende Jahr ist bereits ein Album angekündigt. Mit einer noch kernigeren Produktion und weiterem Liedgut in dieser Güteklasse werden Freunde von SHINEDOWN, BLACKSTONE CHERRY, CREED und Co. wohl im Jahre 2017 mindestens ein zweites Mal Weihnachten feiern können.

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