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BURNED ALIVE - Reborn

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Artist BURNED ALIVE
Title Reborn
Homepage BURNED ALIVE
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Warum in die Ferne schweifen… Nicht nur aus den USA kommen derzeit massenweise neue junge Acts, sondern auch im lokalen Umkreis tut sich was. So wurde mir beim Besuch einer Herforder Disco von Gitarrist Chris die erste CD seiner Metalcore-Band in die Hand gedrückt. Dabei passt der selbst gewählte Begriff “Mass Metal” allerdings viel besser. Denn BURNED ALIVE orientieren sich mehr an den Thrash-Ikonen von SLAYER, SEPULTURA und MACHINE HEAD sowie am schwedischen Death Metal. Wirklich Core-Anleihen kommen eher weniger zum Einsatz. Ein wirklich sehr satt produziertes Demo!

So geht’s nach dem Intro bei “W.T.H.” auch gleich mit amtlichen SLAYER-Riffs in die Vollen. Die Drums walzen mit ihrer Doublebass schon wuchtig aus den Boxen und auch Sänger Freddy gibt alles. Dieser ist es auch, der mit seinem Wechselgesang aus aggressiven Shouts, den cleanen Gesangseinlagen und Spoken Words die Songs in die Metalcore-Schiene lenkt. Würde der Shouter bei den brutalen Vocals bleiben, könnte man die Band locker in die Death/ Thrash Ecke stellen. Bei “Alone” kommen dann ganz deutlich MACHINE HEAD Einflüsse (vor allem beim Riff zu Beginn) zum Tragen. Allerdings hat man hier manchmal den Eindruck, dass Drummer Henrik nicht ganz im Einklang mit der Band spielt und den Kollegen mit seiner Doublebass zeitweise fast davon rollt. Das Drumming fällt einem auch bei “The Whole Mind” auf. Denn scheinbar spielen Drummer und Gitarristen aneinander vorbei und Freddy scheint ganz woanders zu sein. Doch hört man sich den Song nochmals genau und in Ruhe an, ergibt das alles einen Sinn, passt plötzlich absolut ineinander und macht diesen Track zum Besten der ganzen Scheibe. SLAYER-lastig fängt mein zweiter persönlicher Favorit an. “Waking up inside” beginnt mit einem bedrohlichem Sample und geht dann mit fetten Riffs nach vorne. Auch hier kommen wieder cleane Gesangspassagen zum Einsatz, die ich allerdings diesmal etwas störend empfinde, denn sonst bietet der Shouter seine beste Leistung und generell dürfte der Song mit seiner “Are you ready to rock” und “Get the Fuck up”-Cavalera-Ansage und der anschließenden Hüpf-Passage ein echter Live-Kracher werden.

Eine sehr vielseitige Scheibe bieten BURNED ALIVE hier. Und besonders gefällt mir, dass man nicht, wie viele Bands, stumpf runterholzt, sondern bei aller Härte viel Wert auf Groove und Melodie legt. Und auch hier frage ich mich, wo dieses kleine unscheinbare Kerlchen am Mikro diese Stimmgewalt herholt. Dabei steht ihm allerdings der brutale Gesang um Welten besser als die cleanen Passagen. Bei dem ganzen darf man nicht vergessen, dass diese Combo noch nicht mal zwei Jahre existiert und man vor wenigen Monaten mit einem fast komplett neuen Line Up von vorne starten musste. Dafür hat man ein absolut amtliches Demo an den Start gebracht und man sollte die Jungs auf alle Fälle im Auge behalten.

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