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CANDIRIA - What doesn’t kill you…

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Candiria-What-doesnt-kill-you.jpg
Artist CANDIRIA
Title What doesn’t kill you…
Homepage CANDIRIA
Label EARACHE
Veröffentlichung 13.01.2008
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

To be honest – Das beeindruckendste am ganzen Album ist das Cover: ein völlig zerbeulter und demolierter Dodge, in den ein Sattelschlepper von hinten hinein gefahren war, während ein Teil der Band darin schlief. Dieses Vehikel sieht wirklich übel zugerichtet aus, und es ist verständlich, dass ein solch einschneidendes Erlebnis seelische Spuren hinterlässt, die sich laut Aussagen des Bassisten Michael Maclvor auf diesem Album wieder finden. Meine Anteilnahme hinsichtlich des Versuches dieses Posttrauma musikalisch zu verarbeiten, hält sich allerdings auch nach mehrmaligem Hören der Scheibe in Grenzen. Das musikalische Rückgrat dieser aus Brooklyn stammenden Amerikaner, die bereits 1995 ihr Albumdebüt gaben, ist derber Metal, irgendwo zwischen KILLSWITCH ENGAGE und PANTERA-Style, angereichert mit melodischen Sangpassagen, Hiphop-Arrangements und – im Vergleich zu den Vorgängern – stark reduzierten Jazzelementen.

Was dich nicht umbringt, macht dich nur härter, ist eine auf den ernsten Blick nicht einfallsreiche und doch bei Wissen um die Hintergründe durchaus berechtigte Entscheidung für den Titel ihres fünften Albums. Diese neugewonnene Härte wird allerdings nur in dem sehr gelungenen Opener „Dead bury the Dead“ sowie in „The nameless king“ und „I´m“ konsequent geradeaus durchzogen. Durchaus annehmbare Wechsel aus metallener Härte, Wutausbrüchen, Sanftmütigkeit und Verletzbarkeit finden sich auf „Remove yourself“, „Blood“ und „1000 points of light“. Leider wirken diese an einigen Stellen steril und mechanisch. Wie schon auf den Alben zuvor, darf auch diesmal ein Stück reiner puritanischer Hip-Hop („9mm solution“) nicht fehlen, wobei leider deutlich wird, dass Sänger Carley Coma besser rappen als brüllen kann. Möge die Band Fastnachbar Billy Graziadei von BIOHAZARD als unterstützendes Schreiorgan für den einen oder anderen Track ins Studio einladen. Zum Schluss ist „The Rutherford Experiment“ eine interessante Synthese aus NewAge-Jazz und elektronischen Schnippeleien, wobei die Grundstruktur eine gewisse Ähnlichkeit mit dem LIVING COLOUR Stück „Open Letter“ besitzt.

Für Anhänger der Brüllfraktion ist „What doesn´t kill you…“ eine durchaus kaufenswerte Scheibe, auf der aber echte Mitreißer fehlen. Hartgesottene, die sich eine intelligente Abwechslung aus Melodien und Schreierei wünschen, wird dieses Album eher langweilen.

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