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CASKETGARDEN - This corroded soul of mine

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Casket_Garden.jpg
Artist CASKETGARDEN
Title This corroded soul of mine
Homepage CASKETGARDEN
Label METAL AGE PRODUCTIONS
Veröffentlichung 10.09.2007
Leserbewertung
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Der Schrei der gepeinigten Kreatur. Wie einst bei dem zu einem Häufchen menschlichem Lehm zusammengesunkenen Scott Stapp wird direkt beim ersten Blickkontakt mit dieser Platte das buddhistische Prinzip, nach dem Leben Leiden ist und welches spätestens seit Anfang der 90’er Eingang in die Plattenläden und zerbrechlichen Seelchen unbedarfter amerikanischer Rockstars Einzug gehalten hat, eindrucksvoll zur Schau gestellt, um auch ja keinen Zweifel an der Intention des von unseren Freunden der wunderbaren und wunderbar obskuren Metal Age Productions herausgebrachten Debüts der ungarischen CASKETGARDEN aufkommen zu lassen: Gelitten soll mal wieder werden und zwar nicht zu wenig.

Somit wird sich auch keiner mehr wundern, wenn „This corroded soul of mine“ losbrettert, als schaufle Freddy Krüger Kohlen auf den dürrenmatt’schen Zug Richtung Hölle. Wahnsinnsriffs, Schiessbudengetose wie bei der National Riffle Association und Vocals, die zu jedem Zeitpunkt in den Abgrund zu stürzen drohen – es ist ein dorniger Garten, in den uns die Band einen Einblick gewährt. Obwohl sie bereits mit AT THE GATES verglichen wurden und mit den CHILDREN OF BODOM gespielt haben, wahren sie auf die gesamte Distanz ein eigenständiges und wenn vielleicht nicht unverwechselbares, so doch charakteristisches Klangbild, welches voll auf die Wucht der dominant in den Vordergrund gemischten Stimme und Gitarren setzt und harmonische (nicht melodische!) Passagen abseits gebräuchlicher Powerchordpfade nicht nur für die bei der Konkurrenz allzu gern verwendeten, leider zumeist die Dramatik schmälernden, hymnischen Refrains, unter welchen ja zum Beispiel noch die letzte KORN implodierte, einsetzt, sondern auch für packende Intros, abwechslungsreiche Bridges, experimentelle Zwischenparts und ausufernde Codas. Nur das kurze, in seiner eleganten Melancholie an die Interludes MORBID ANGELS erinnernde, wenn auch wenig sentimental oder gar lyrisch betitelte „Grief 100%“ unterbricht für anderthalb Minuten die pure Gewalt der hier dargebotenen Musik, ohne allerdings den Fluss zu stören.

Einziges Manko einer ansonsten rundum überzeugenden Produktion ist das wenig variable Schlagzeugspiel des Drummers und Gründungsmitglieds Attila (sic!) Cseh, welches vor allem deshalb im Gesamtbild negativ auffällt, weil es ohnehin, dies allerdings bewusst, wenig druckvoll aufgenommen wurde. Den Schmerz als thematischen Ausgangspunkt für Albumkonzept und Texte zu wählen, ist sicherlich nicht neu. Doch immerhin haben CASKETGARDEN ihre Prioritäten richtig gesetzt: Die Band soll leiden, nicht der Hörer.

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Casketgarden 'This corroded soul of mine' Tracklist
1. Human corrosive disease Button MP3 bestellen
2. I witness Button MP3 bestellen
3. Grief 100% (Instrumental) Button MP3 bestellen
4. Song of tears (Ashes) Button MP3 bestellen
5. The day when silence died Button MP3 bestellen
6. Immortality Inc. Button MP3 bestellen
7. Non-existent Button MP3 bestellen
8. 7th scar Button MP3 bestellen
9. Widow mother earth Button MP3 bestellen
10. Across the vast oceans of time Button MP3 bestellen
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