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CEMETARY - Phantasma

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Cemetary-Phantasma.jpg
Artist CEMETARY
Title Phantasma
Homepage CEMETARY
Label BLACK MARK
Veröffentlichung 18.04.2005
Leserbewertung
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4.3/10 (3 Bewertungen)

Mathias Lodmalm aka CEMETARY hat einen langen Weg hinter sich gebracht, mal erfolgreich, mal dornenreich, oft unkonventionell. Nachdem er Anfang der 90er mit seinem todesmetallischen Debüt „An Evil Shade Of Grey“ das erste Mal auf sich aufmerksam machen konnte, haben sich sein Sound und die dazugehörigen Bandnamen mehrfach geändert. Mit „Godless Beauty“, „Black Vanity“ und „Sundown“ brachte er gleich 3 außergewöhnlich gute Gothic Metal Scheiben unters Volk, später benannte er sich dann in SUNDOWN um, wechselte von Black Mark zu Century Media und veröffentlichte dort ordentliche aber eher wenig beachtete Scheiben, die letzte wiederum unter der leicht kryptischen Bezeichnung CEMETARY 1213. Danach ward es ruhig um den Mann, den ich vor Urzeiten mal bei einem Gig in den Niederlanden betrachten konnte. Er kümmerte sich nur noch um elektronische Musik, die er zum Download im Internet anbot, eine EP folgte 2002. 2004 ging dann das Gerücht um, er wolle unter “ganz altem“ Namen wieder eine CD bei seinem ebenso „alten“ Label herausbringen, es hat noch eine Weile gedauert, aber hier ist es!

Anscheinend hat Mathias die Scheibe komplett im Alleingang aufgenommen, noch dazu an vielen verschiedenen Orten wie China, den Vereinigten Staaten und natürlich Skandinavien. Weltmusik also, der gute Herr wurde zum Reisenden in Sachen Musik, ob er seine Erleuchtung gefunden hat? Letztere erfahre ich leider auch nach mehrfachem Genuss der Scheibe nicht. Diese 9 Tracks sind nicht einfach zu verarbeiten und werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten können. Neben der eigenwilligen Produktion, die sich irgendwie nach zu wenig Spuren anhört bzw. nach bewussten (?!) Dynamikunterschieden, fällt auch die musikalische Einordnung schwer. Es kommt natürlich fast alles vom Band: Drumbeats, Loops, Keyboards sowieso. Dazu ein paar für sich stehende Gitarrenriffs und der helle, immer etwas ausdruckslose Gesang von Herrn Lodmalm. Beim Quasi-Titeltrack „Plasma Phantasma“ wird im Refrain sogar heftig gegrowlt, nicht nur deswegen das mit Abstand beste Stück. Viele andere Songs schleppen sich ohne nennenswerte Höhepunkte dahin, da mal symphonische Keys über Drumloops, dort störrische Riffs zu Psychedelic Parts. Es scheint so, als ob CEMETARY der Einfachheit trotzen wollen und dabei irgendwie etwas Überkonstruiertes herauskommt – wirklich strange!

Wie sagt der Künstler selbst auf seiner Page: „For some a disaster, for some glorious“ – So sehe ich die Angelegenheit auch. Genrefans der alten Schule werden einige Probleme mit dieser CD haben, die manchmal unausgereift und strukturlos erscheint und an anderen Stellen wirklich dilettantisch. Es gibt aber auch einige interessante Momente, wenn sich Perlen aus dem monolithischen Einerlei erheben. Muss man sich wirklich selbst anhören, diese Mischung aus verquastem Intellekt und Ethno Industrial Metal. Ich bleibe doch lieber bei den alten Sachen, während Mathias schon wieder das Ende der Zusammenarbeit von CEMETARY und Black Mark ankündigt. Er wird wohl ewig ruhelos sein…

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Cemetary 'Phantasma' Tracklist
1. Far from God Button MP3 bestellen
2. Plasma phantasma Button MP3 bestellen
3. Basic black Button MP3 bestellen
4. Down cold
5. Coma burn Button MP3 bestellen
6. 2nd last to nowhere Button MP3 bestellen
7. Wavecell Button MP3 bestellen
8. Drowning out the world
9. Tapes of their voices Button MP3 bestellen
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