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CHIRON - Slipping Away

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Chiron-Slipping-away.jpg
Artist CHIRON
Title Slipping Away
Label APOLLYON
Veröffentlichung 14.03.2005
Leserbewertung
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Nachdem Michael Aliani, seines Zeichens eigentlich Sänger der australischen Gothrock-Formation IKON, längere Zeit nichts von sich hören ließ, wird der Mann mit der charismatischen Stimme wieder umtriebig. IKON sind mit einem neuen Album zurück und zusammen mit DJ Robert Anthony firmiert Michael außerdem unter dem Namen CHIRON und präsentiert sich in klanglich modernerem Gewande. Auch das Album-Artwork weist mit seiner silbern gehaltenen Pop-Art darauf hin: traditionelle Gruftimusik sollte man hier besser nicht erwarten.

Nach dem pathetischen Intro trifft das Ohr allerdings doch auf eher konservativ gehaltene Strukturen: Low-Tempo, Glockenklang und die üblichen sägenden Gitarren in Verbindung mit Synthiestreichern. Wenn Alianis Gesang einsetzt, meint man doch, IKON erwischt zu haben. Nicht, dass es schlecht klänge, aber wo ist nun das innovative Element, welches ein Nebenprojekt rechtfertigt? Der vierte Track, „Voices“, gibt endlich die Antwort: trippige Rhythmen, Breakbeats und hektisches Stakkato künden von Robert Anthonys deutlichem Einfluss. KOSHEEN lässt grüßen und der weitere Verlauf der Scheibe ist doch deutlich experimenteller als im ersten Viertel. Balladeske Momente mit weiblichem Gastgesang („Strangers“, „Bleed“) reichen Midtempostücken rockigerer Couleur – wie z.B. dem Titeltrack – die Hand. „Far from me“ ist sogar gleich zweimal vertreten, Anthony verlieh dem Stück in einem Remix eine noch synthetischere Note.

Auffällig ist aber, dass Michaels Stimme ziemlich in den Vordergrund gemischt wurde; es braucht schon einige Frickelei am eigenen Equalizer, damit Gesang und Musik eine Einheit bilden und nicht aufeinander gepfropft klingen. Die Monotonie in den Gesangslinien und die Texte, welche weniger Geschichten als emotionalen Mantras gleichen, tun ihr Übriges, dass „Slipping Away“ nicht gerade wahnsinnig spannend klingt und für weniger geduldige Gemüter sogar einen gewissen Nervfaktor darstellen könnte. „Ganz nett“ ist als Urteil immer das, was man als Künstler am Wenigsten hören möchte, aber genau das ist diese CD nun einmal. Kein Quantensprung in Sachen Soundinnovation und Klangerlebnis, nichts, was sie aus der Flut an Veröffentlichungen herausragen ließe. Zum Nebenher hören aber… ganz nett eben.

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Chiron 'Slipping Away' Tracklist
1. Fury
2. Slipping away
3. Crying in the night
4. A voice Button MP3 bestellen
5. Strangers
6. Loosing you
7. Disenchanted
8. Did not want this
9. Bleed
10. Far from me
11. Distorted
12. Far from me (Remix)
13. In the depths of despair
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