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CHRIS ISAAK - First Comes The Night

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CHRIS ISAAK
Artist CHRIS ISAAK
Title First Comes The Night
Homepage CHRIS ISAAK
Label RHINO
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Im Sommer wird CHRIS ISAAK 60 und wenn man einen Blick auf das Cover seines 13. Albums „First Comes The Night“ wirft, stellt man fest, dass der Mann sich wirklich gut gehalten hat. Sobald die CD im Player rotiert, weiß man zudem, dass auch seine Stimme ihren ganz besonderen Schmelz behalten hat, mit der Mr. Isaak Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger unvergessene Hits wie „Wicked Game“ oder „Blue Hotel“ gehaucht hat. Nachdem er mit „Beyond The Sun“ 2011 verschiedenen Rock’n’Roll-Klassikern neues Leben eingehaucht hatte, stehen jetzt wieder eigene Songs auf dem Programm, die es in gewohnt lässiger Country-Rockabilly-Darreichungsweise auf die Ohren gibt.

Den Anfang macht der Titeltrack „First Comes The Night“, der mitsamt präsenter Slide-Guitar ein wenig Schwermut verbreitet, die auch beim knackigen „Please Don’t Call“ durchschimmert. Ein erster Höhepunkt der Platte, dem mit „Perfect Lover“ ein waschechter Country-Schmachter folgt. Weiter geht’s mit tanzbarem Rockabilly („Down In Flames“) und einem rockigen Melancholie-Overkill („Reverie“). Darauf versteht sich Chris, dessen Tolle seit Jahr und Tag stets perfekt sitzt, ja eh am besten; gern auch in rhythmusbetonter Form („Baby What You Want Me To Do“) oder im Wicked-Games-Gedächtnis-Modus („Kiss Me Like A Stranger“). Aber auch wenn’s wie bei „Dry Your Eyes“ rockiger zur Sache geht, macht der umtriebige Sänger, Schauspieler, Moderator und Juror der australischen The-X-Factor-Casting-Show eine gute Figur. „Don’t Break My Heart“ bittet er wenig später in zuckersüßer Schwerenöter-Manier und mit „Running Down The Road“ beweist der Kollege, dass sein Piano-Rock’n’Roll durchaus auch auf die Hüften gehen kann. „Insects“ gefällt abermals als cooler Country-Verschnitt, während das finale „The Way Things Really Are“ einmal mehr zu Herzen geht.

In der Deluxe-Version von „First Comes The Night“ schließen sich an dieser Stelle noch fünf weitere Lieder aus der Feder von CHRIS ISAAK an. Meine Empfehlung: Nicht am falschen Ende sparen, denn auch diese abwechslungsreichen Stücke haben es in sich und verdienen es, gehört zu werden. Unterm Strich gibt’s eine knappe Stunde Rock’n’Roll und Country; natürlich handwerklich ohne jeden Fehl und Tadel und genauso alterslos wie sein Schöpfer.

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