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CHRONICLE OF TYRANTS - Nemesis MMIV

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Artist CHRONICLE OF TYRANTS
Title Nemesis MMIV
Homepage CHRONICLE OF TYRANTS
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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Da merkt man wieder einmal, wie blind manche Labels einfach sein müssen. Wenn man bedenkt, was einem so monatlich alles für musikalischer Müll zugeschickt wird, der meist allerhöchstens Durchschnittsniveau erreicht, und sich dann das Wahnsinnsgerät von CHRONICLE OF TYRANTS aus dem Hannoveraner Raum einfährt, ja dann versteht man einmal mehr die Welt nicht mehr! Wieso die noch keinen Deal in der Tasche haben? Keine Ahnung. Denn musikalisch zählt „Nemesis MMIV“ auf jeden Fall zur Speerspitze im Death Metal-Bereich, zumindest in deutschen Landen! Wenn man die Nordländer weglässt sogar im Europäischen.

Gleich der 1. Track „Quest for Substance“ bläst einem nach coolem Intro das Toupet nach hinten! Ja sind wir denn in Schweden hier? Und dann noch Anfang der 90er? Sänger Manu gurgelt mal gleich in allertiefsten Regionen los, und der Rest der Mannschaft spielt in-den-Keller runtergestimmt, wie die Helden vor 15 Jahren! Vor allem beim 2. Track „Insomnia“ lassen auch ganz frühe HYPOCRISY grüßen. So schwedisch klingen hierzulande nur mighty FLESHCRAWL, wobei CHRONICLE OF TYRANTS lediglich etwas melodischer zu Werke gehen. Nachzuhören beim geilen „Lifeless“, welches auch ohne Probleme auf einer Hypo-Scheibe stehen könnte! Geil-atmosphärischer Keyboard-Part. Die Produktion ist schon sehr amtlich ausgefallen, mit Tägtgren-Verdreherei hätten wir hier ein Over-the-Top-Album vorliegen. Die 5 verbinden einfach einmalig das Beste aus dem Death Metal zu Beginn der 90er (ENTOMBED/ GRAVE/ EDGE OF SANITY/ HYPOCRISY und all die anderen) und der neueren Welle (IN FLAMES/ DARK TRANQUILLITY/ AMON AMARTH etc.). Meist fühlt man sich allerdings an selige Früh-90er erinnert, vor allem die unerreichten Großtaten von EDGE OF SANITY! So könnte „Cerebral Assassin“ auch gut auf deren Unorthodox-Scheibe Platz finden, enthält sogar einen geilen atmosphärischen Part mit clean-Gesang – Swanö lässt grüßen! Ganz große Sache das! Auch beim Titeltrack „Nemesis“ wird schön mit Wechselgesang gearbeitet, zu Manus Geröchel gesellt sich heiseres Gekrächze von Gitarrist Marco. Aber auch Manu variiert seine Stimmlagen häufig, so dass es nie eintönig wird. Gleiches gilt für die Instrumentalfraktion. Bestes Beispiel ist der letzte reguläre Track „Whole World Torn Apart“, mit fast 8 Minuten auch der Längste. Der rast AMON AMARTH-mäßig los, schlägt dann in fulminante EDGE OF SANITY-Raserei um, wird von einem schön ruhigen Part unterbrochen und bretzelt dann wieder mit Geblaste ab, wobei etliche Stimmlagen zum Einsatz kommen. Unter anderem auch die von DAWN OF DISEASE-Fronter Thomas. Grandios!

Als zusätzliches Bonus-Material gibt es noch 3 weitere Tracks, die wohl alle etwas älteren Datums sind, und auch etwas einfacher gestrickt daherkommen. Halten nicht ganz das Niveau der restlichen Scheibe, bieten dennoch rasanten Death Metal schwedischer Prägung. Nach etwas Leerlauf folgt noch ein krass-witziges Sample/ Grindmassaker-Outro. Fans von superbem Schweden-Death Metal MÜSSEN hier Zuschlagen!

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