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CHURCH OF MISERY - And Then There Were None

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CHURCH OF MISERY
Artist CHURCH OF MISERY
Title And Then There Were None
Homepage CHURCH OF MISERY
Label RISE ABOVE RECORDS
Veröffentlichung 11.03.2016
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Japan ist ja nicht unbedingt bekannt als das Mutterland des Doom, sondern tut sich in musikalischer Hinsicht sonst eher durch mitunter völlig überzeichnete Varianten des Glam oder neuerdings durch wilden Djent-Progressive hervor. Dass es jedoch auch in Manga-Country noch Sinn für traditionelle, Seventies-inspirierte Musik gibt, beweisen seit geraumer Weile die Stoner-Doomster CHURCH OF MISERY. Zugegeben: Auch die haben eine kleine Macke. So ist jeder einzelne Song der Bandgeschichte einem Massenmörder gewidmet. Das aktuelle Album „And Then There Were None“ macht da keine Ausnahme.

Gleich zu Beginn des Openers „The Hell Benders“ wird man als Hörer dann auch konsequenterweise direkt Ohrenzeuge eines solchen Mordes. Das formidable Basisriff des achtminütigen, sehr BLACK SABBATH-orientierten Brechers setzt erst ein, nachdem das Opfer auch wirklich endgültig erschlagen ist. Macht aber nichts, soviel Zeit muss sein. „Make Them Die Slowly“ heißt es schließlich auch in der Folge. Wird gemacht, macht ja auch Spaß, angesichts der Tatsache, wie authentisch, roh und gleichzeitig voller Blues und Wärme diese traditionsbewusste Mischung aus staubigem Stoner Rock und schleppendem Groove dargeboten wird. Bassist und Kirchenvorsteher Tatsu Mikami hat für das nunmehr sechste Studioalbum seiner Band eine komplett neue Besetzung auf die Beine gestellt, ohne dabei den Charakter der Band zu sehr zu verändern. „And Then There Were None“ (Sollte der Titel möglicherweise eine Anspielung auf den Zerfall des alten Line-Ups sein?) klingt in jeder Sekunde zu 100 Prozent nach CHURCH OF MISERY. Und natürlich nach BLACK SABBATH, SAINT VITUS, CATHEDRAL…, um nur einige zu nennen. Die drei, allesamt erfahrenen Neuzugänge machen ihre Sache ausgezeichnet, insbesondere Gitarrist Dave „Depraved“ Szulkin (BLOOD FARMERS) begeistert mit authentischem Wah-Sound und feurigen, songdienlichen (!!) Soli, die so manchen Gänsehautmoment erzeugen. Das abschließende „Murderfreak Blues“ ist wohl das Paradebeispiel hierfür. Es ist jedoch nicht nur diese individuelle Klasse, die CHURCH OF MISERY auszeichnet. Es ist auch und vor allem die Fähigkeit, in einem naturgemäß durchaus limitierten Genre, das obendrein gerade in heutiger Zeit häufig ausgelutscht wirkt, nach wie vor haufenweise interessante und frisch klingende Riffgebirge aufzuschichten, und diese durch dezente Rhythmuswechsel und gekonnt arrangierte Breaks lebendig und gleichzeitig homogen zu halten.

Fazit: „And Then There Were None“ ist eine lodernde Mischung aus schwelgerischer Nostalgie und frischer Spielfreude, durchsetzt von einer bösartig brodelnden, latenten Düsternis, und ist damit eine sehr lohnenswerte Anschaffung für den geneigten Doom-Fan und jeden, der es werden will.

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Church of Misery 'And Then There Were None' Tracklist
1. The hell benders Button MP3 bestellen
2. Make them die slowly Button MP3 bestellen
3. Doctor death Button MP3 bestellen
4. River demon Button MP3 bestellen
5. Confessions of an embittered soul Button MP3 bestellen
6. Suicide journey Button MP3 bestellen
7. Murderfreak blues Button MP3 bestellen
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