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CODE ORANGE - Forever

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Code-Orange-Forever
Artist CODE ORANGE
Title Forever
Homepage CODE ORANGE
Label ROADRUNNER RECORDS
Veröffentlichung 13.01.2017
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

Die 2008 gegründeten CODE ORANGE (damals noch CODE ORANGE KIDS) aus Pittsburgh, Pennsylvania feierten ihren kommerziellen Durchbruch, wenn man das bei Spartenmusik wie dieser so nennen kann, vor drei Jahren mit ihrem noch beim CONVERGE-Label Deathwish Inc. erschienenen Zweitwerk „I Am King“. Nun liegt der sehnsüchtig erwartete Nachfolger „Forever“ vor und soll den Tisch, unter den die Band ihre Füße mit „I Am King“ bekommen hat, zum Überschlagen bringen, wie es Drummer und (Zweit-)Sänger Jami Morgan im Vorfeld formulierte.

Tatsächlich sollte der geneigte Hörer besser in Deckung gehen. Wenn die drei Herren und die Dame besagten Tisch nämlich ähnlich wütend malträtieren, wie ihre Instrumente und Mikrofone, dann dürfte das bedauernswerte Möbelstück mit Schwung durch die Luft wirbeln. Man sollte sich also nicht davon täuschen lassen, dass „Forever“ zu Beginn mit dem schweren und pumpenden Basisriff des Titelsongs im Vergleich zu einigem, was man von CODE ORANGE oder anderen Vertretern des Genres, wie zum Beispiel den bereits erwähnten CONVERGE, gewohnt ist, beinahe aufgeräumt wirkt. Zwar ist der Eindruck nicht ganz falsch, das bedeutet jedoch nicht, dass die Amerikaner mit weniger Kraft, Wut oder Härte agieren. Davon kann keine Rede sein. Schon beim zweiten Stück „Kill The Creator“ ist sie dann auch da, die wahnsinnige Hysterie, die wirklichen Post-Hardcore zu einer für die breite Masse nicht mehr tauglichen Musik macht. Und ja, das ist in diesem Kontext definitiv ein Lob und keine Kritik. Auf „Forever“ wird nach Herzenslust geschrieen, getobt, hart gerifft und mit wilden Breaks nur so um sich geworfen. Das alles geschieht mit hoher Präzision und einem emotionalen Tiefgang, der zum Glück fernab von jeglichem modernen, substanzlosen Deathcore-Geprügel angesiedelt ist, auch wenn die Stilmittel mitunter durchaus ähnlich geartet sind. Stattdessen atmen die Songs von CODE ORANGE ein gewisses, subtiles Neunziger-Flair, was sich hauptsächlich aus der düsteren Industrial-Ästhetik der geschickt und dabei nicht unbedingt immer dezent eingesetzten Elektronika nährt („Real“). Dass zumindest Morgan, Gitarristin und Sängerin Reba Meyers sowie Bassist Joe Goldman eine Affinität zu dieser musikalischen Epoche mitbringen, zeigt sich deutlich anhand ihrer anderen Band ADVENTURES. Dass dieses Faible auch bei CODE ORANGE Einzug finden kann, beweist das unerhört melodische und eingängige „Bleeding In The Blur“, der einzigen, wirklichen Erholungspause auf diesem insgesamt zwar kurzen, aber dennoch (im besten Sinne) anstrengenden und vor allem ernsthaft bösartigen Album.

Fazit: „Forever“ ist Post-Hardcore für Doomster. Brodelnde Heaviness, durchzogen und oft dominiert von fettesten, treibenden Basslinien, gewürzt mit jeder Menge Noise und anderem Fiepen. „Es macht nie Spaß, aber es ist belohnend.“ sagt Morgan. Kann ich so unterschreiben, außer… es macht DOCH Spaß!

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Code Orange 'Forever' Tracklist
1. Forever Button MP3 bestellen
2. Kill The Creator Button MP3 bestellen
3. Real Button MP3 bestellen
4. Bleeding In The Blur Button MP3 bestellen
5. The Mud Button MP3 bestellen
6. The New Reality Button MP3 bestellen
7. Spy Button MP3 bestellen
8. Ugly Button MP3 bestellen
9. No One Is Untouchable Button MP3 bestellen
10. Hurt Goes On
11. Dream 2
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