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COLD COLD GROUND - This side of depravity

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Artist COLD COLD GROUND
Title This side of depravity
Homepage COLD COLD GROUND
Label DANSE MACABRE
Veröffentlichung 20.08.2010
Leserbewertung
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9.7/10 (3 Bewertungen)

Wirklich viel getan hat sich im Industrial Metal-Genre in den letzten Jahren nicht wirklich. Umso schöner, wenn dann eine Band verspricht, alles „neu zu machen“ und das Genre komplett auf den Kopf zu stellen, so wie es COLD COLD GROUND tun, die zwar so heißen wie ein TOM WAITS-Lied, aber sonst mit diesem nur wenig zu tun haben.

Wenig zu tun hat das Album aber auch mit der Ankündigung, eine „Revolution“ zu sein, davon kann auf „This side of depravity“ keine Rede sein. Dafür gibt es zu viel Konventionelles zu hören. „Pigs“ feuert einem brachiale Gitarrensalven um die Ohren und der gebrüllte Refrain treibt an, aber letztendlich kennt man so was schon von anderen Bands, was ebenfalls für „Doves“, „Pseudo Live“, „Tension“ oder „Electrodes in the head“ gilt. Alles gute Songs, aber objektiv betrachtet Standardware, wobei man auf dem Rest der Scheibe einige gute Ideen entdecken kann: „DYIM“ beginnt sehr konventionell, driftet dann aber fast in Richtung Alternative Rock ab, wären da nicht die Keyboards, die das Lied in der Genre-Schublade halten. „Warden“ hat was von melodischem Rock. Das Highlight allerdings ist „Salesman in me“, das am Anfang etwas atonal klingt und dann richtig loslegt. Melodisch und brachial, leicht wahnsinnig und insgesamt sehr abwechslungsreich – könnte live sehr gut funktionieren.

Unterm Strich erweist sich „This side of depravity“ als durchaus kurzweilige Angelegenheit, die dem Industrial Metal auch frisches Blut zufügt, einem die angekündigte Revolution allerdings schuldig bleibt. Was allerdings etwas nervt, ist die häufig verwendete Fäkalsprache in den Texte, die weder provokant noch böse wirkt, sondern einen stark pubertären Gestus vermuten lässt. Dennoch ein gutes Album, welches eindeutig beweist, dass COLD COLD GROUND auf einem guten Weg sind und vielleicht in naher Zukunft auch wirklich ihren Stil so vorantreiben könnten, wie sie schon heute behaupten. Übliche aber wahre Floskel: Man darf gespannt sein, wie es weitergeht…

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