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CONTROLLED COLLAPSE - Post-traumatic Stress Disorder

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CONTROLLED COLLAPSE
Artist CONTROLLED COLLAPSE
Title Post-traumatic Stress Disorder
Homepage CONTROLLED COLLAPSE
Label ALCHERA VISIONS
Leserbewertung
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8.5/10 (4 Bewertungen)

Ja, nicht nur Theo fährt nach Lódź, in der drittgrößten Stadt Polens wird auch Musik gemacht. Vermutlich sogar volkstümlicher Schlager, aber auch deutlich brachialerer Electro/Industrial, für den seit 2003 CONTROLLED COLLAPSE verantwortlich zeichnen. 2007, als das Debüt „Injection“ veröffentlicht wurde, war man noch zu zweit, inzwischen umfasst die Kapelle drei Herren und eine Dame. Mastermind ist Wojciech Król, der das Konzept, die Musik und Texte entwickelt hat und auch den Gesang übernimmt. Komplettiert wird CONTROLLED COLLAPSE von Paulina Lewek an den Drums, dem Gitarristen Kuba Sawicki und Marek Smolski, der live in die Tasten haut.

Nun sollte man angesichts der federleichten Pusteblume des Covers keine elfengleiche Musik erwarten. Stattdessen gibt es krachende Düster-Elektronik auf die Ohren, die sich bestens zum Tanzen eignet und nichts anbrennen lässt. „Create The Change“ heißt der erste facettenreiche Höreindruck, der sich mit hochenergetischem Crossover-Industrial ins Hirn frisst, ehe „Burn The Bridges“ mit markerschütternden Schreien und prägnanten Gitarren übernimmt. „Lust“ präsentiert sich mit straighten Tonfolgen, während das monotone „Does It Hurt To Be Alone“ nicht nur weibliche Vocals sondern auch flirrende Elektronik ins Spiel bringt. Derweil strahlt „Simple Story“ eine unheilvolle Ruhe aus, bevor das temperamentvolle „Disgrace“ erneut auf den industriellen Dancefloor lockt und „Memories“ nicht minder tanzbar und dunkel-melodisch übernimmt. Das atmosphärische „Thoughts & Dreams“ weiß indessen mit verheißungsvollen Rhythmen zu überzeugen und das maulige „Unhappy“ macht seinem Namen tatsächlich alle Ehre, während die Aufforderung „Lie!“ zweifellos mit dem nötigen Wumms rausgeschrien wird. Wenig später sagen grummelnde Langäxte gar nicht leise „Adios“ und beim finalen „Loop“ stehen tiefenentspannte synthetische Klänge im Mittelpunkt.

CONTROLLED COLLAPSE konnte man in unseren Breitengeraden bereits als Support für COMBICHRIST und AESTHETIC PERFECTION erleben. Nach dem Hören von „Post-traumatic Stress Disorder“ glaube ich nicht, dass sich die Polen hinter diesen Szene-Größen verstecken mussten, denn die Musik hat es für Liebhaber härterer Düster-Sounds wirklich in sich.

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