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COPH NIA - The Dark Illuminati – A Celestial Tragedy in two Acts

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Artist COPH NIA
Title The Dark Illuminati – A Celestial Tragedy in two Acts
Homepage COPH NIA
Label COLD MEAT INDUSTRY
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Am Anfang steht das Ende. Diese nicht zu leugnende Weisheit setzt der charismatische Aldenon Satorial auf seinem neuesten Release konsequent um, indem er sein 2teiliges „Hör“spiel mit einem apokalyptisch anmutenden Ambienttrack eröffnet, welcher den schlichten Titel „The End“ trägt. Und zudem 15 Minuten andauert! Doch davon sollte man sich keineswegs abschrecken lassen, so korreliert diese Anordnung nur mit COPH NIAs Weltsicht, in der das Unterste zu Oberst gekehrt wird, vorzugsweise im religiösen Kontext. Nach einer etwas größeren Pause – das letzte Erzeugnis, eine Split mit MINDSPAWN, datiert aus dem Jahre 2005 – erscheint einer der bedeutendsten CMI Künstler nun endlich wieder auf der Bildoberfläche und durfte bei seinem WGT Auftritt 2007 gleich Teil eines Politikums werden. Zusammen mit Linus (Percussion) sowie Karin Andersson (Gesang) erschuf der Schwede wiederum ein schwer kategorisierbares Werk fernab trivialer Genrekonventionen.

Und wiederum frönt er seiner Vorliebe für teilweise recht bizarre Coverversionen (siehe in der Vergangenheit LEAETHER STRIP): Doch lyrisch passen die STONES mit „Sympathy for the Devil“, FRONT 242 („Religion“) sowie das britische Enfant Terrible ARTHUR BROWN mit seinem 68er Hit „Fire“ natürlich wie die Hostie zum Altar. Letztgenannter konnte in der Flower Power Zeit mit skurrilen Bühnenauftritten auf sich aufmerksam machen (Nacktheit, brennende Helme – quasi der Urvater von Kapellen wie RAMMSTEIN und Co.). Insbesondere das von der weiblichen Stimme dominierte „Religion“ lässt durch seine hypnotischen Spiralen aufhorchen, ansonsten regieren durchgehend kraftvolle Percussion, unheilvolle Elektronik und des Meisters beschwörender Sprechgesang. Einen aggressiven Wutausbruch à la „Holy War“ sucht man zwar vergeblich, doch das Klassenziel der Verbreitung unheilvollen Lichtes wird hier eben subversiver erreicht.

Mag auch das Material in Anbetracht des Openers und der 3 Fremdbearbeitungen insgesamt etwas dünn anmuten, so haben COPH NIA doch wieder ein durchstrukturiertes Lehrbeispiel schwarzer Tonkunst vorgelegt – selten wurde dem Satan geschmackvoller gehuldigt. Erheiternd fand ich die Tatsache, dass in Schweden auch eine Firma namens Coph Nia existiert, die hochwertige Verstärker fabriziert, sollten wir hier Zeuge einer High Tech Verschwörung sein? Die Illuminaten-Anspielung im Plattentitel lässt diesbezüglich ja alles möglich erscheinen…

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