Terrorverlag > Blog > COVENANT > Sound Mirrors (Single)

Band Filter

COVENANT - Sound Mirrors (Single)

VN:F [1.9.22_1171]
Covenant-Sound-Mirrors
Artist COVENANT
Title Sound Mirrors (Single)
Homepage COVENANT
Label DEPENDENT
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.0/10 (2 Bewertungen)

COVENANTs neue Single „Sound Mirrors“ beschäftigt sich inhaltlich mit den großen Klanginstallationen, welche die britischen Streitkräfte an den Kanal- und Nordseeküsten ihrer Hauptinsel anbrachten, um sich in der Luftschlacht um England 1940/41 gegen die deutschen Jagdflieger und Bomber zur Wehr zu setzen, welche in der Nacht über dem Kanal und der Nordsee Tod und Schrecken brachten. Mit riesigen Installationen sollten die feindlichen Maschinen irritiert und vom Kurs abgebracht werden. Durch das gerade erst entwickelte Radar und die daraus resultierend bessere Flugabwehr wurden diese Bauten technisch überholt und schnell sinnlos. Oft noch erhalten stehen sie sinnbildlich für Größenwahn, die Schrecken des Krieges und die Eigenart des Menschen, oft erst im Zustand massiver Bedrohung große kollektive Leistungen zu vollbringen.

„Sound Mirrors“ ist als Downloadsingle verfügbar und stellt den Vorboten zu dem am 4.11.16 erscheinenden neuen Album „Blinding Dark“ dar, welches durch eine Tournee begleitet werden wird. Neben dem Originalmix, der eine typische Komposition von COVENANT ist und mit einer wunderschönen Melodie lange im Gedächtnis bleibt, findet sich mit der Bearbeitung von FADERHEAD eine flottere und tanzbarere Version auf der Single. Diese wird man sicher in Zukunft öfter in den Clubs zu hören bekommen. Der B-Seiten-Track „In Theory“ kommt, wie der Name vermuten lässt, verkopft, verfrickelt und etwas sperrig aus den Boxen – spröde und nordisch-karg-elektronisch, wie man es von den Nordlichtern in der Vergangenheit bereits hin und wieder vernommen hat. Eine weitere Version des Titeltracks von Daniel Myer ist typisch für seinen Sound: komplex, vielschichtig aber dennoch überaus tanzbar geraten. Die letzte Version von „Sound Mirrors“ – der ISZOLOSCOPE-Remix – ist dunkler, düsterer und insgesamt krachiger ausgefallen. Er klingt mehr nach einer Symbiose aus COVENANTs Stil und Mid-Tempo-Rythm&Noise.

Auf jeden Fall sind die beiden Tracks interessant, hervorragend produziert, voller Soundqualität und die beiden Remixe zudem überaus gelungen. Für eine Single bieten sich erstaunlich viele Klangdimensionen, die das mehrfache Durchhören erfordern und damit das musikalische Herz bereichern. Wer den Sound der Jungs aus Schweden schätzt, sollte sich die Tracks herunterladen. Allen interessierten Electroheads sei das Teil generell ans Herz gelegt. Auf jeden Fall verkürzt „Sound Mirrors“ sehr würdig die Wartezeit bis „Blinding Dark“.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

COVENANT - Weitere Rezensionen

Mehr zu COVENANT