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CRAVING - s/t

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Artist CRAVING
Title s/t
Homepage CRAVING
Label APOSTASY RECORDS
Leserbewertung
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Spätestens mit EQUILIBRIUM ist melodischer Black Metal mit Folk-Einflüssen auch in der deutschen Szene eine nicht mehr wegzudenkende Spielart. FINNTROLL, ENSIFERUM und auch WINTERSUN hatten zuvor bereits wertvolle Vorarbeit geleistet. Dies möchten nun auch CRAVING nutzen, die nach nur einem Demo und einer EP nun ihre erste Full Length an den Start bringen.

Und die Die Hard-Fans dieses Genres und besonders von EQUILIBRIUM werden sich an dieser Platte erfreuen! Vielleicht tritt aber auch genau das Gegenteil ein, denn CRAVING verschleiern ihre Orientierung an eben diesen „Orignalen“ so gut wie gar nicht. So werden hier einfach die klassischen Zutaten zusammengeworden. Groovige Death Metal-Passagen werden mit folkigen Melodien garniert und bekommen hier und da noch einige brutale Black Metal-Ausraster verpasst, was dann auch gerne mal in einem Humppa-Rhythmus mündet. Spielerisch ist da nichts anzumerkeln, allerdings klingt das Songwriting nach ausgemusterten EQUILIBRIUM-Tracks. Selbst die Vocals erinnern mehr als ein Mal an Helge Stange (Ex-EQUILIBRIUM), der auch gleich mal bei 2 Songs am Mikro aktiv wird! Dazu noch die eine oder andere Mitsing-Einlage und fertig ist ein Album mit B-Seiten von EQUILIBRIUM.Das trifft auch auf den Sound zu, der zwar sehr differenziert ausfällt, aber am Ende deutlich zu wenig Wumms hat, was sicherlich auch an den oft sehr übertrieben getriggerten Drums liegen mag. Nein, ein solches Album muss drücken und Seele haben, nicht klinisch und fast kalt klingen. Anerkennend muss man aber erwähnen, dass die Vocals in Deutsch, Englisch und Russisch verfasst wurden, was sicherlich nicht alltäglich ist. Und skippt man sich dann durch zu Songs wie „Ein Funken Abendrot“ oder „Wolfsherz“, findet man ganz „plötzlich“ ein paar satte Melodic Black/ Death-Tracks, die wirklich sehr beachtlich daher kommen (auch ohne das Folk-Geplänkel) und mit eingestreuten, ruhigen Passagen sowie teils auch mal cleanen Vocals punkten können.

Warum nicht gleich so? In dieser Richtung möchte man mehr von CRAVING hören. Ein eigenes Gesicht macht dann doch absolut mehr Sinn als dem Erfolg einer anderen Band hinterherzuhecheln!

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