Terrorverlag > Blog > CREST OF DARKNESS > Evil Knows Evil

Band Filter

CREST OF DARKNESS - Evil Knows Evil

VN:F [1.9.22_1171]
Crest-of-Darkness-Evil-knows-Evil.jpg
Artist CREST OF DARKNESS
Title Evil Knows Evil
Homepage CREST OF DARKNESS
Label MY KINGDOM MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Wohl dem, der Norweger im Stall hat! So waren die Verantwortlichen des italienischen Labels My Kingdom Music sicher sehr zufrieden, als sie CREST OF DARKNESS unter ihre Fittiche nehmen durften. Schon seit Mitte der 90er veröffentlicht Bandkopf Ingar Amlien mit wechselnden Mitstreitern seine Vision von modernem Black Metal, vorher bei Listenable und Head Not Found. Der ehemalige CONCEPTION Musiker machte sich außerdem als fanatischer Anhänger der „Church of Satan“ von Anton LaVey einen Namen, bisheriger Höhepunkt dieser Leidenschaft: Er schrieb kürzlich das Vorwort zur ersten norwegischen Übersetzung der satanischen Bibel, welche beim diesjährigen Inferno Festival präsentiert wird. Musikalisch beendet das programmatisch betitelte „Evil knows Evil“ eine dreijährige Schaffenspause.

Zusammen mit seinem Gitarristen Akke und dem 2002 eingestiegenen Drummer Kjetil (auch bei ENTHRAL) entfacht der Meister ein aggressives aber auch avantgardistisches Feuerwerk, welches nicht immer leicht nachzuvollziehen ist. Genau wie beim Vorgänger „Project Regeneration“ herrscht zumeist ein eisiges, leicht abweisendes Klima vor, wenngleich es kein Techno Crossover Stück wie „Electronic Art“ mehr gibt. Dennoch wird die Elektronik nicht außen vorgelassen. Beim recht eingängigen „From the Shadows“ kann man ganz leichte Gothic Einflüsse ausmachen, die durch die melodischen Keys unterstützt werden. Dagegen erklingen bei „The Lust“ industrielle Höllengesange, zähfließende und quälende Passagen könnten direkt einer blasphemischen Orgie entstammen. Zum Glück wird es an anderen Stellen etwas entspannter, wie beim fast groovig rockenden „Cosmic Terror“. Man muss sich wirklich eine ganze Weile in die komplex verspielte Welt des Herrn Amlien einhören und selbst dann wird es nicht jedem munden. Teilweise verwundert auch ein sehr eigenartiger Drumsound, der wohl eher am Computer erzeugt wurde.

Im neunten Stück ertönt Kinderlachen und manchmal würde ich mir diese Lockerheit auch beim norwegischen Trio wünschen, welches hin und wieder verkrampft wirkt. Sicherlich künstlerisch ein sehr hochwertiges Produkt aber recht verkopft und in den hohen eigenen Ansprüchen gefangen. Wer nicht ausschließlich auf stumpfen Terror steht, sollte hier mal ganz in Ruhe hineinhören, mir bleibt die Sache leicht zwiespältig in Erinnerung…

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

CREST OF DARKNESS - Weitere Rezensionen

Mehr zu CREST OF DARKNESS