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CROWBAR - Lifesblood for the Downtrodden

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Crowbar-Lifesblood.jpg
Artist CROWBAR
Title Lifesblood for the Downtrodden
Homepage CROWBAR
Label CANDLELIGHT RECORDS
Veröffentlichung 16.12.2016
Leserbewertung
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Kirk Windstein ist verdammt stolz. Auf 15 Jahre CROWBAR. Auf 100 000 verkaufte Einheiten vom selbstbetitelten Zweitlingswerk. Auf seine derzeitige Band, die so gut sei, wie er sich das immer gewünscht habe. Vor allem aber, und das merkte man bereits einigen Bemerkungen Mitte letzten Jahres an, ist er stolz auf „Lifesblood for the Downtrodden“.

Das kann man gut verstehen, denn die Scheibe macht wahr, was Windstein im Terrorverlag-Interview ankündigte: Mehr als nur ein gutes Album ist es eine über weite Strecken beeindruckende Zusammenstellung von Stücken geworden, die auch außerhalb des Gesamtkontexts funktionieren. So harmonisch offenbar die Studiosessions von Statten gingen, so erhitzt und geladen kämpfen zwei Elemente unentwegt um Vorherrschaft. Der ungemein geballte, kompakte und bedrohliche Sound und die Songs, die wie ein Zerrbild von Doom und Stoner daherkommen. Denn auch wenn die Zutaten für sich genommen recht konventionell erscheinen, ist ihre Zusammenstellung bizarr und fremdartig – und diese Verfremdung eine große Kunst. Als gelte es, gleich in den ersten Minuten jeden einzelnen Hörer zu überzeugen, legen sich CROWBAR ins Zeug wie junge Hunde. „Slave no more“ kreiert einen unwiderstehlichen Sog aus Thrash-Gewalt und rauen Riffs und „Angel Wings“ lässt auf Blast-Beats mit der Wucht von Wolkenkratzern ein ultratiefes, eschatologisches Finale folgen. Erst nach diesen barbarischen, nackenbrechenden und überrumpelnden „Brecheisen“ (hüstel) ist es Zeit für die fiesen, schleppenden Epen, die man gemeinhin mit der Band assoziiert. Während „Fall back to Zero“ und „Dead Sun“ grandios gelingen, setzt sich an anderer Stelle doch die pure Kraft anstelle der Komposition durch – wohl ein Erbe, das sich nicht so leicht abschütteln lässt. So setzen zum Beispiel „Underworld“ und „Holding Something“ zu sehr aufs Bewährte und die Macht der Musiker. Die ja tatsächlich etwas Gewichtiges zu melden haben, dafür aber gelegentlich den Blick für Struktur und Zusammenhang verlieren.

Das geht noch eine gute Weile, bis einen „Life’s Blood“ mit Akustik-Flair und mystischem, verhalltem Gesang wieder sanft wachrüttelt. So haben CROWBAR dann doch noch die Revolution verpasst, sind dafür aber ihrem Stil und ihren Standards treu geblieben. Eher ein Grund zur Freude, denn zu Trübsaal also: Wer nach 15 Jahren noch ein Album dieser Güteklasse vorzulegen im Stande ist, hat mehr als einen Grund, stolz zu sein.

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Crowbar 'Lifesblood for the Downtrodden' Tracklist
1. New dawn Button MP3 bestellen
2. Slave no more Button MP3 bestellen
3. Angels wings Button MP3 bestellen
4. Coming down Button MP3 bestellen
5. Fall back to zero Button MP3 bestellen
6. Underworld Button MP3 bestellen
7. Dead sun
8. Holding something
9. Moon Button MP3 bestellen
10. The violent reaction Button MP3 bestellen
11. Lifesblood Button MP3 bestellen
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