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CRUACHAN - Pagan

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Artist CRUACHAN
Title Pagan
Homepage CRUACHAN
Label KARMAGEDDON MEDIA
Veröffentlichung 12.09.2007
Leserbewertung
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6.0/10 (3 Bewertungen)

Eins vorweg: Grundsätzlich ist mir CRUACHAN sehr sympathisch! Die Mischung aus keltischer Folklore und extremeren Klängen sucht in ihrer Schlicht- und Unaufgeregtheit ihresgleichen. Besonders das letzte Album „Folk-Lore“ hat einige Klassiker zu bieten. Umso erfreuter war ich über die Besprechung ihrer neuen, vierten Scheibe. Und doch ist einiges anders…

Zunächst mal wendet man sich textlich stark dem irischen Freiheitskampf zu, wie schon der Opener „Michael Collins“ andeutet. Besagter Herr war Patriot und Freischärler, der Ende des 18ten/ Anfang des 19ten Jahrhunderts eine „Rebellenarmee“ anführte. Wer mehr wissen will, sollte sich den gleichnamigen und sehr gelungenen Film von Neil Jordan nicht entgehen lassen, in dem Liam Neeson die irische Legende darstellt. Daneben fällt das äußerst gelungene Artwork auf, welches kein geringerer als John Howe erstellte, der offizielle Illustrator von „Lord of the Rings“! Hätte man doch überall soviel Sorgfalt walten lassen… Damit meine ich nicht die Songs an sich, welche mit einem stark gestiegenen Black Metal Anteil überraschen. Immer wieder kreischt Keith Fay sich die Seele aus dem Leib, wie z.B. beim „Viking Slayer“ oder dem Titeltrack. Hier überzeugt der Wechselgesang mit Karen Gilligans anmutiger Stimme, welche die Stücke überwiegend trägt. Ich mag ihr eigenartiges, nicht zu hohes Timbre, welches die teilweise traditionellen Melodien unverwechselbar macht. Dazu werden natürlich wieder Violinen („The Gael“), Dudelsäcke („The March to…“) oder auch bierselige Männerchöre („Ard Ri Na…“) eingesetzt, die vollständigen Liedernamen spare ich mir jetzt mal zu Gunsten meiner unverknoteten Finger. Und auch wenn ich die Mischung aus den POGUES und den von mir hochgeschätzten PRIMORDIAL grundsätzlich mag, so muss ich doch über ein Detail arg die Nase rümpfen. Was heißt hier eigentlich „Detail“? Es ist die Produktion, welche die meisten Demobands heute locker übertreffen. Besonders Drums und Gitarren klingen dermaßen leise, dumpf und undifferenziert, dass man sich permanent ärgert O.K. bei irischem Pagan Metal erwarte ich keine Hochglanzproduktion, aber vernünftig anhörbar und ein wenig aggressiv darf es dann schon sein!

Somit bleibt ein zwiespältiges Fazit: Die Erhöhung der Black Metal Anteile als Rückkehr zu den eigenen Roots gefällt mir gut, leider hat man sie nicht gut verpackt. Das wird sicher einige abschrecken, für die anderen empfehle ich das absolute Highlight zum Testen: „Summoning of the Sidhe“. Und ich hoffe, die exquisiten Live-Fähigkeiten bald mal in Deutschland genießen zu können!

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