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CULTURE KULTÜR - Reborn

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Culture-Kultur-Reborn.jpg
Artist CULTURE KULTÜR
Title Reborn
Homepage CULTURE KULTÜR
Label OUT OF LINE
Veröffentlichung 06.06.2005
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

NAMNAMBULU sind tot – Es lebe CULTURE KULTÜR! Eine etwas wagemutige Behauptung, aber spätestens ab Track 2 der neuen spanischen VÖ gehen mir die aufgelösten Schweizer Schmachtbarden nicht mehr aus dem Sinn. Und das ist nicht negativ gemeint! Wo wir gerade bei „tot“ sind, der Future Pop ist es auch bzw. soll es sein. Jedenfalls haben sich die einstigen Flakschiffe des Genres allesamt aus dem Staube gemacht, da sollte es doch etwas Platz geben für Nachahmer. Dabei sind die Iberer bereits seit 1992 aktiv und haben gerade in den Anfangsjahren haufenweise Veröffentlichungen vorzuweisen, die man bewusst selbst produzierte und unters Volk brachte. Leider kann ich nicht sagen, wie diese Scheiben klingen, welche Entwicklung mithin ihr Sound nahm. Jedenfalls hat man nun einen sicheren Hafen in Form von Out of Line, die offensichtlich weiterhin an den guten, schönen F Pop glauben, richtig so!

Denn genau wie bei vielen anderen Sparten auch, sei es Death Metal, EBM oder Crossover: Irgendwann haben wir uns tot gehört, aber irgendwann haben wir auch wieder Lust drauf, wenn die Chose gut gemacht ist, und das kann man dem südländischen Duo Josua Clotet (Keys)/ Salva Maine (Gesang) durchaus bestätigen. Mit dem kraftvollen Opener „Distress Call“ geht es verhältnismäßig aggressiv los, wobei die Betonung auf „verhältnismäßig“ liegt, danach aber, wie bereits oben erwähnt, werden ein paar Löffel „Schlager“ hinzuaddiert. In Verbindung mit der typischen Melancholie und den ausgeklügelten, sehr eingängigen Rhythmen erhält man geradezu den Prototyp eines F Pop-Albums, wie es VNV NATION noch vor geraumer Zeit vorgemacht haben. „The Analyst“ enthält dann auch zum ersten Mal diese klassischen bouncig gefühlvollen Flächen, die man auf der „Empires“ so geliebt hat. Das absolute Highlight ist aber „Time Wave“ mit seinem genialen Chorus, und als hätte ich es gewusst, ist dieser Track auch schon in die entsprechenden Charts geklettert.

Auf „Reborn“ befindet sich wirklich kaum ein innovativer Klang, dennoch macht die Scheibe verdammt viel Spaß, da die Arrangements einfach klassisch und perfekt ausfallen. Dazu der teilweise sehr an Henrik Iversen angelehnte Gesang mit eingebauter Wohlfühlgarantie, wenn man denn auf diesen Sound steht. Perfekt übrigens zum Autofahren! So ist die Zielgruppe dieser fast ein wenig „retro“ zu nennenden VÖ klar umrissen: Wer COVENANT, VNV, APOP oder NNB in ihrer jeweiligen F-Pop-Phase mochte, wird CK lieben, allen anderen mag der Sound zu seicht bzw. klebrig ausgefallen sein. Mir gefällt’s, und man kann wunderbar mitsummen…

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Culture Kultür 'Reborn' Tracklist
1. Distress Call
2. Wonder
3. The Analyst
4. The Only One
5. Coma
6. Fading Away
7. The Last Believer
8. Time Wave
9. Glimpse
10. New Born Mind
11. Engel
12. A Few Words
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