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CULTUS FEROX - Flamme des Meeres

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Cultus-Ferox-Flamme.jpg
Artist CULTUS FEROX
Title Flamme des Meeres
Homepage CULTUS FEROX
Label JOHN SILVER VERLAG
Veröffentlichung 29.03.2004
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Zuerst dachte ich, die Jungs von CULTUS FEROX wollten etwas für mein leibliches Wohl tun und hätten mir daher einen Happen Brot mit in die CD gepackt. Aber dies ist natürlich mitnichten richtig, ein kleines Stück Bernstein ist es, was sich da in der Verpackung befindet, nette Idee. Natürlich gibt es auch einen konzeptionellen Bezug, denn der Bernstein wird auch „Flamme des Meeres“ genannt. Der Legende nach verwandelten sich die Tränen der nordischen Göttin Freyja beim Aufprall auf Felsen in pures Gold, welches dann im Wasser zu Bernstein wurde. Dies alles kann man dem schönen Klapp Cover entnehmen, welches unsere Spielmannsleute dreckverkrustet und blutverschmiert nach spannenden Abenteuern in Szene setzt.

Und sie müssen sich mit diesen Abenteuern beeilt haben, denn schon kurze Zeit nach ihrem Debütalbum „Wiederkehr“ haben sie neues Material im Dudelsack. Wobei mittelalterliche Instrumente zwar noch federführend für den Sound des Sextetts stehen, aber mittlerweile von „modernen“ Klängen untermalt werden. So werden Schlagzeug, Bass und Gitarren eingesetzt, letztere zwei gespielt vom „Heiligen St. Brandanarius“, der ja früher zum Aufgebot von CORVUS CORAX gehörte. „Rans Horder“ beginnt den Reigen mit einer Kombination aus E-Gitarre und Cello, bis dann die Dudelsäcke angreifen und sich ein interessantes Duell mit Schlagwerk und Hintergrund-Riffing liefern. Ähnlich fällt auch das übernächste „Skurkanas“ aus, welches noch ein klein wenig treibender klingt. Allerdings hat das alles noch nichts mit TANZWUT oder SUBWAY TO SALLY zu tun, man führt einfach nur ein paar neuzeitliche Instrumente hinzu, die für mehr Griffigkeit im Rhythmus-Bereich sorgen. Bei der „Bernsteinhexe“ greift man das erste mal auf die Vokalkünste des Herrn Brandan zurück, der nicht zu den größten Sängern vor dem Herrn gehört, sich dessen aber bewusst ist und sich somit charmant durch eine launige Ballade trällert. Im Original übrigens ein Song der Mecklenburger TRANSIT, welcher ursprünglich auf deren 82er LP mit gleichem Namen veröffentlicht wurde (auf dem berühmten Amiga-Label). „Guda Vrede“ besteht gleich aus 2 Parts: Dem Intro mit dem tief-bösen Sprechgesang und dem Clubmix mit elektronischem Unterbau und Ufftata-Elektro-Drums, ähnliches hat man ja auch schon mal von SALTATIO MORTIS vernommen, in der unausgegorenen Variante. Abschließend wurde auch der Opener noch mal durch den Tanzwolf gedreht und mit Breakbeats aufgepeppt, so dass man ihn kaum mehr erkennen kann. Nicht zu vergessen die letzten 2 Minuten Rumalberei zwischen den Mittalterbarden, welche die „Flamme“ amüsant abschließen.

Eine knappe halbe Stunde interessante Unterhaltung für Anhänger der bereits erwähnten Kapellen, nicht ganz puristisch, nicht ganz modern „hart“ und vielleicht gerade deshalb fast durchweg spannend. In welche Richtung sich die Jungs dann schließlich entwickeln werden, steht auf einem anderen Blatt. Momentan wärmt man erst mal die Bühnenbretter für UMBRA ET IMAGO auf, bevor es auf einige Mittelaltermärkte geht. Ob man den Bernstein wohl bei Ebay verkaufen kann?

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Cultus Ferox 'Flamme des Meeres' Tracklist
1. Rans horder
2. Die Bernsteinhexe
3. Skurkanas
4. Guda vrede (Intro)
5. Guda vrede (Clubmix)
6. Rans horder (Atomix Avenue)
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