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CURRENT SWELL - When To Talk And When To Listen

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CURRENT SWELL
Artist CURRENT SWELL
Title When To Talk And When To Listen
Homepage CURRENT SWELL
Label NETTWERK
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Ich erinnere mich daran, beim Orange Blossom Festival an der Stage ein Schild gesehen zu haben, auf dem stand (zumindest sinngemäß): „Vorn ist schweigen, hinten ist reden“. Wahre Worte, die eigentlich in die Nähe einer jeden Bühne gehören, denn nichts nervt bei einem Konzert mehr, als Leute, die dort rumstehen und quatschen, wo andere einfach nur ungestört dem Geschehen auf der Bühne folgen wollen. Um diesem ärgerlichen Umstand ging es CURRENT SWELL aus Victoria in British Columbia allerdings gar nicht, als sie ihrem aktuellen Studio-Output den Titel „When To Talk And When To Listen“ gegeben haben.

Vielmehr hat Dave Lang (Gesang & Gitarre) den treibenden Titelsong geschrieben, als sein Schwiegervater im Sterben lag und gleichzeitig Daves erster Nachwuchs unterwegs war. Einen weiteren Verlust haben die Kanadier mit ihrem entspannten Opener „Marsha“ verarbeitet. Hier geht’s um den inneren Dialog, den Scott Stanton (Gesang & Gitarre) mit seiner 46-jährig verstorbenen Mutter führt. Natürlich darf auf dem Indie-Folk-Album auch das Thema Liebe nicht fehlen. Genannt sei hier beispielsweise die muntere erste Single „It Ain’t Right“. Überhaupt geht es sehr gechillt auf dem Silberling zu. Die Ska-Anteile früherer Platten sind nicht mehr zu hören, stattdessen agieren die Herren Stanton und Lang gemeinsam mit den Kollegen Ghosty Boy (Bass & Gesang) und Chris Petersen (Drums) im zwölften Jahr ihres Bestehens eine Spur rockiger, wobei dies auch sehr emotional klingen kann wie „Use Me Like You Do“ beweist. Währenddessen gibt „Thief of Joy“ gut gelaunt Gas, bevor das verspielte „Like A Fight For You“ smooth übernimmt und „The Time And The Weight“ Abwechslungsreichtum beweist.

„When To Talk And When To Listen” wurde in Vancouver und Nashville aufgenommen. Mit von der Partie war dabei der angesagte Produzent und Grammy-Gewinner Jacquire King, der u.a. auch bereits mit den KINGS OF LEON gearbeitet hat. An genau diese Combo musste ich bisweilen auch beim Hören des neuen CURRENT-SWELL-Albums denken. Vielleicht liegt es mitunter an den mehrstimmigen Vocals oder gewissen Gitarrenakkorden, die Mr. King beiden Kapellen verordnet hat. Nichtsdestotrotz kommen die Kollegen aus dem hohen Norden mit eigenständigen Sounds daher, die ungeachtet der manchmal schwermütigen Themen sonnige Feel-Good-Melodien offerieren. Somit ist alles klar: der Sommer kann kommen!

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