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CURSE OF SOCIETY - Till Death do us part

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Artist CURSE OF SOCIETY
Title Till Death do us part
Homepage CURSE OF SOCIETY
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.8/10 (35 Bewertungen)

“Till Death do us part” heißt der zweite Streich der aus dem Schwarzwald stammenden Hard-/ Deathcore Combo CURSE OF SOCIETY. Nach diversen Besetzungswechseln, gewonnen Talentwettbewerben und Shows mit Größen wie THE SORROW oder BORN FROM PAIN legt man jetzt also nach der 2007er EP “Shut up, spit blood” Brennholz nach. “Till Death do us part” präsentiert sich als Konzeptalbum und erzählt somit eine abgeschlossene Geschichte aus dem alten Ägypten. Kurz zusammengefasst geht es um die – durch den Verlust seiner Frau hervorgerufene – Schizophrenie des Hautcharakters, der nachts Frauen ermordet, das als Albtraum abstempelt und sich seiner Taten somit nicht bewusst ist. Erst als er dafür in den Knast muss, wird ihm klar, was er getan hat, leider zu spät, denn tags darauf wird er hingerichtet.

Das ganze vertont klingt ziemlich fett! Nach einem eher klassischem Piano-Intro dreht man mit “An.U.B.I.S” sowohl Tempo als auch Härtegrad extrem nach oben. Die Vocals von Fronter Kevin sind in unzähligen Facetten vorhanden: Mal hohes Shouten/ Screamen, dann wieder tiefe Growls. Das ganze erinnert mich stark an einen Oli Sykes (BRING ME THE HORIZON) zu Bestzeiten. Aber auch die anderen vier Musiker verstehen ihr Handwerk. Fettes Riffing, das in einem Breakdown der Extraklasse endet und sich plötzlich in eine groovende Jazzpassage verwandelt. Wer jetzt aber denkt, dass das ganze Album so aufgebaut ist, liegt zum Glück daneben. “Go to jail. Go directly to jail. Do not pass go, do not collect 200 Bugs” (Ich liebe den Namen dieses Tracks) beispielsweise geht typisch hardcoremäßig los, wird dann für kurze Zeit zum Monster Death Track und kriegt dann wieder die kurve zum Metal-/ Deathcore-igen.

Ich bin schlicht und einfach begeistert. CURSE OF SOCIETY verbauen diverse Elemente der modernen Gitarrenmusik und kombinieren das noch zusätzlich mit ollen Kamellen bzw. Old Schooligen Elementen wie Blues oder Jazz. “Till Death do us part” wäre der perfekte Soundtrack, sollte jemand mal auf die Idee kommen, das Konzept der fünfer Combo zu verfilmen. Das Storyboard würde beispielsweise schon fertig sein, denn das ohnehin schon “liebevoll” (solange man bei Mord und Totschlag noch von liebevoll reden kann) gestaltete Cover punktet bei mir noch zusätzlich durch das Booklet, das als Comic konzipiert wurde und in den Sprech- und Gedankenblasen die Lyrics präsentiert. Selbst nach mehrfachem Hörgenuss der Scheibe bin ich noch immer fasziniert und entdecke ständig neue Details, die ich vorher einfach nicht wahrgenommen habe. Es macht wirklich spaß, dem Schwarzwälder Quintett zuzuhören und deshalb lege ich all denen, die nicht allzu engstirnig in eine bestimmte Richtung denken, “Till Death do us part” wärmstens ans Herz.

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