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DAYS OF FATE - Traffic

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Days-of-Fate-Traffic.jpg
Artist DAYS OF FATE
Title Traffic
Homepage DAYS OF FATE
Label NEO/ RABAZCO/ SONYBMG
Veröffentlichung 23.03.2007
Leserbewertung
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8.1/10 (9 Bewertungen)

Nach drei Jahren der Stille erscheint nun endlich das dritte Studioalbum der Dresdner Formation DAYS OF FATE. Ich schreibe bewusst nicht „Dresdner Synthie Pop“-Formation, da man mittlerweile ein gutes Stück aus den ursprünglichen Geburtsschühchen herausgewachsen ist. 14 Jahre ist das nun auch schon her und in all der Zeit hatte man durchaus mit einigen Business Schwierigkeiten zu kämpfen, genau wie mit einer internen Sinnkrise um den Jahrtausendwechsel. Die 2003er VÖ „Home-Made Cake of the Day” konnte endlich bundesweit auf sich aufmerksam machen, leider darf man erst jetzt daran anknüpfen, was auch seine positiven Seiten hat. So wirkt „Traffic“ extrem rund und ausproduziert, dass sich bereits nach dem ersten Hördurchgang ein wohliges Gefühl einstellt: Hier sind Profis am Werk.

Von Beginn an fasziniert Torstens einfühlsame Stimme, der viel Raum zur Entfaltung gegeben wird und die mit ihrer Phrasierung immer ein wenig Richtung Brit Pop schielt. Als Kreuzung aus Wave, Pop („normal“ wie synthetisch) und Indie kommen dann auch die 11 Tracks plus 4 Remixe daher, letztere als kleine Entschädigung für die Wartezeit. „Lonely People“ klingt als Opener titelgemäß melancholisch und besitzt in meinen Augen das Potenzial für einen kleinen Single Hit. Demgegenüber stehen clubbige Stücke wie das treibende „Final Destination“, das etwas an Kapellen à la POP WILL EAT ITSELF erinnert. Oder das mit einem wavigen Refrain ausgestattete „Share a Moment“, die Ballade „The Fateful Garden“. Hört sich teilweise so an, als ob DE/VISION die Lust am Experimentieren entdeckt hätten. Bei „Rising again“ darf Stefan Großmann von den ABSURD MINDS mit Klotz duettieren, eine weibliche Stimme wäre andernorts auch noch im Gepäck. Immer das richtige Mittel zur richtigen Stelle, seien es dezente Gitarren, chillige Parts, der Mut zum Pathos. Die Bearbeitungen gen Ende fallen erwartungsgemäß tanzbarer aus: „Lonely People“ als deutlich schneller runtergeholztes 80er Retroteil, „Final Destination“ mit Stampfbeat – alles machbar, wenn man vorher Substanz bewiesen hat.

Ob DAYS OF FATE nun endlich DER große Durchbruch gelingen wird, den man in Sachsen schon in den 90ern hatte, sei mal dahingestellt. Dafür fehlt es letztendlich dann doch wieder an den Promomitteln im Hintergrund. Aber als musikalisches Statement steht dieser Electro Hybrid wie in Stein gemeißelt – ein sehr angenehmes Tondokument!

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Days of Fate 'Traffic' Tracklist
1. Lonely people Button MP3 bestellen
2. Question your mind Button MP3 bestellen
3. Final destination Button MP3 bestellen
4. Something special Button MP3 bestellen
5. The fateful garden Button MP3 bestellen
6. Share a moment Button MP3 bestellen
7. Quicksand Button MP3 bestellen
8. Sounds unreal Button MP3 bestellen
9. Rising again Button MP3 bestellen
10. Liquid fame Button MP3 bestellen
11. The antique face Button MP3 bestellen
12. Final destination (Escape To The Floor) Button MP3 bestellen
13. Lonely people (The Pussy Gourmets Remix) Button MP3 bestellen
14. Final destination (Navigate To Monestirea) Button MP3 bestellen
15. Something special (Smooth Flow) Button MP3 bestellen
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