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DEADLY TIDE - s/t

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Deadly_Tide.jpg
Artist DEADLY TIDE
Title s/t
Homepage DEADLY TIDE
Label EIGENPRODUKTION/ MKM
Veröffentlichung 04.08.2006
Leserbewertung
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Eigentlich ist die Sache doch klar: Entweder diese Frau auf dem Cover ist Bandmitglied (und dann gibt es ein tolles Review!) oder hier muss sich jemand mit seiner Musik hinter den gerade so bedeckten Brüsten eines Archivfotos verstecken – und dann kann dies nur ein Griff ins Klo sein. Ein kurzer Blick auf das Pressefoto sagt genug: Vier leicht spinnerte Jungs mit Cowboyhut, Bandana und bescheuerten Pseudonymen wie „Mr. Black“ und „W. Rumble“. Der Formalien wegen lege ich diese 5-track Maxi trotzdem mal ein.

Und dann geschieht das Wunder. Nach einem düsteren, stimmungsvollen Intro legen DEADLY TIDE mit „Song for Nina“ so furios los, dass man seinen Ohren kaum traut. Schamloser Power-Metal mit dem schlimmsten Kreisch-Gesang, den stumpfsten Steinzeitschemata und Refrains so groß wie Steve Tylers Mund – aber derart mitreißend, wie man es lange nicht mehr gehört hat. Bei „Never Goodbye“ grölt die ganze Band im Refrain mit, bevor Gitarist „Easy“ ein feuriges Solo einwirft und “Dandy Rapsody” ist eine musikalisch fulminante und textlich kindlich-anrührende Hymne auf die Zeit der freien Liebe „The grass was green/ People was clean“ heißt es da etwas rätselhaft, doch schon im nächsten Satz folgt die Auflösung: „Sex was free – they are my generation, baby“. Obwohl es sich hier um eine Studioaufnahme handelt, hat die Band alles daran getan, wie auf der Bühne zu klingen, was der Power zugute kommt, der Verständlichkeit der Texte hingegen schadet.

Doch ist dies nicht als das klangtechnisch ausgereifte Statement einer erwachsenen Band, sondern viel eher als eine Absichtserklärung einer durch unzählige Live-Auftritte nahtlos zusammengeschweißten Truppe zu verstehen, die mit diesem Demo ihren Anspruch auf eine breitere Öffentlichkeit anmeldet. Selbstverständlichkeiten und Formalien gibt es zwar nicht mehr in der heutigen Musiklandschaft, doch möchte ich trotzdem mal behaupten: Eigentlich sollte doch klar sein, dass dieser Band alle Türen offen stehen.

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Mesh 's/t' Tracklist
1. My hands are tied (Radio edit)
2. Petrified (edit)
3. Document
4. Petrified (Reasonably priced mix)
5. Petrified (Claustrophobic dancefloor mix)
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