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DEATH BY CHOCOLATE - Crooked For You

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Death-By-Chocolate-Crooked-For-You
Artist DEATH BY CHOCOLATE
Title Crooked For You
Homepage DEATH BY CHOCOLATE
Label DEEPDIVE
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

Kann sein, dass die Schweizer eine besondere Affinität zu Schoki haben. Diese eidgenössische Kapelle hat sich allerdings nach einem Dessert auf einer Londoner Speisekarte benannt. Die fünf Jungs aus Biel servieren jedoch als DEATH BY CHOCOLATE keine cremigen Kalorienbomben, sondern knackigen Alternative-Rock mit Blues- und Folk-Einflüssen. 2003 gegründet, ist „Crooked For You“ die dritte Langrille des Quintetts, das für die Regler Vance Powell (u.a. JACK WITHE, THE DEAD WEATHER, THE RACONTEURS, BUDDY GUY und SEASICK STEVE) gewinnen konnte. In zwölf Tagen wurden in den Brüsseler ICP Studios elf Songs aufgenommen und diese Zeit wurde wahrlich gut genutzt!

Bereits der Opener „Give Us A Reason“ lässt es amtlich krachen und gibt Grund genug, auch den folgenden Stücken Gehör zu schenken. Wenn dann der „Gravedigger“ zu buddeln beginnt, wirbelt der Gute mit viel Tempo jede Menge Blues und Keyboard-Geschwurbel auf, ehe „Cross The City Line“ und „No Shore To Come“ ruhigere, fast schon poppige Töne anschlagen. Derweil gibt „Foch“ in JOHN-BUTLER-Manier erneut Gas, bevor mit der Gänsehaut-Ballade „And I Try“ ein unbestreitbarer Höhepunkt der Platte kommt. Hier liegt ein derart zarter Schmelz in Mathias Schenks Stimme – das bekommen auch Lindt, Milka und Toblerone nicht besser hin. Mit dem Titeltrack „Crooked For You“ machen sich die Herrschaften im Kopfnicker-Modus Richtung Southern Rock auf, ehe „Two Paths“ akustische Country-Vibes verströmt und der kantige „Virgin Killer“ bei den BLACK KEYS ausgeliehen wird. Mit dem erhabenen „The Witch And The Poor“ laden DEATH BY CHOCOLATE schließlich zum entspannten Feierabendbier auf die hölzerne Veranda, wo sie auch gleich noch ihre Nashville-Hymne „Pillow Ground“ zum Besten geben.

Laut Aussage des Fronters haben es in der Schweiz Bands, die etwas härtere Klänge favorisieren, nicht eben leicht. Mit dem 2014er Vorgänger „Among Sirens“ konnten DEATH BY CHOCOLATE aber immerhin die heimischen Top Ten entern und ich bin mir sicher, dass auch „Crooked For You“ in einer ähnlichen Liga spielen wird. Mit etwas geschicktem Marketing auch außerhalb der Alpenrepublik – verdient wäre es allemal!

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