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DEATH BY DESIGN - Discreation

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Artist DEATH BY DESIGN
Title Discreation
Homepage DEATH BY DESIGN
Label THUNDERING RECORDS
Veröffentlichung 26.04.2004
Leserbewertung
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Die unwichtigsten und meist auch peinlichsten Seiten eines jeden Booklets sind, ganz egal bei welchem Metalgenre, die Danksagungen ganz zum Schluss. Mit fiesen Fratzen und finsteren Mienen posieren sie, die harten Rocker, formen die Finger zum Symbol des Gehörnten und haben grundsätzlich ein „Fuck You“ auf den Lippen. Doch blättert man nur ein paar Seiten weiter, geben sich die Aussteiger und Anti-Christen ganz handzahm und grüßen die gesamte Familie. Bei DEATH BY DESIGN lohnt sich jedoch der Blick in die Wünscheliste, kann man doch dabei recht anschaulich erfahren, worum es diesen fünf verrückten Franzosen eigentlich geht.

Gitarist Erick dankt zum Beispiel Patrick Rondat und diesen Namen hätte man nicht direkt in Zusammenhang mit einer Band gebracht, deren Stil sich mit abgedrehtem Thrash Grind am Besten beschreiben ließe, verband man mit ihm doch vielmehr gut abgehangenen instrumentalen Hard Rock und zu Anfang der 90’er auch eine Zusammenarbeit mit dem Elektronikmeister JEAN MICHEL JARRE. Dennoch sind die Parallelen nicht gänzlich von der Hand zu weisen – man vergleiche das Solo bei JARREs „Chronologie Part III“ mit dem von „Freakshow“ auf dieser Platte und beachte, wie sich die Mischung aus Hard Rock und ambienten Passagen vom Rondatschen Soloalbum „Amphibia“ im Ansatz von „Discreation“ spiegelt. Denn, und da muss man Frontmann Marc Recht geben, DEATH BY DESIGN schaffen ihren eigenen Kosmos. Das beginnt bereits bei den Texten, die in einer Sprache verfasst wurden, die dem Englischen nur ansatzweise ähnelt, aber bei aller Obskurität immer wieder für einige Momente des Schmunzelns gut ist: „Jump through the Window/ Burst six floors down/ A gun in the hand – why not in the ass?/ Hanged with the phone – but if someone call?“ heißt es in „Lost“, dem besten der hier versammelten Stücke und das ist beinahe schon wieder genial. Auch musikalisch handelt es sich fast durchwegs um einen Grenzgang, wechseln sich groovig-euphorisierende Thrashparts mit streckenweise doch arg stumpfem Gebolze ab, gibt es flimmernde Riffs und ganz, ganz schlimme Poser-Cliches – Doch die Mischung stimmt. Und überhaupt macht sich die Gruppe um ihre Feinde keine allzu großen Gedanken: Zweiter Gitarist Beuz dankt allen Freunden und rät allen anderen sehnlichst, bitte schnellstmöglich zu sterben.

Es ist dieser im Geiste mitgedachte Stinkefinger, der dieses Album trotz einiger schwer verdaulicher Stellen so spannend macht. Allein schon deswegen muss man die Maxime von Bassist Jorys ablehnen: „Keep the open mind Masochists – We are dead“, denn ganz im Gegenteil ist diese Band vital und sprudelt geradezu über vor Lebendigkeit. Ganz zum Ende darf auch Nicko etwas sagen: „Thanks to Mom and Pop and all my family.“ Ach, was soll’s – Er ist der Drummer!

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Death By Design 'Discreation' Tracklist
1. Infrared eyes
2. Awake
3. Evolution denied
4. E-side
5. Jeffrey
6. Lost Button MP3 bestellen
7. Inside the maze
8. J-side
9. Freakshow
10. Death by design Button MP3 bestellen
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