Terrorverlag > Blog > DEATH DU JOUR > Fragments of Perdition

Band Filter

DEATH DU JOUR - Fragments of Perdition

VN:F [1.9.22_1171]
Death-Du-Jour-Fragments.jpg
Artist DEATH DU JOUR
Title Fragments of Perdition
Homepage DEATH DU JOUR
Label GOLDEN LAKE PRODUCTIONS
Veröffentlichung 01.11.2004
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Gerade als ich es mir bei einem kühlen Bierchen gemütlich machen will, steht der Klugscheißer vor der Tür. Er schwingt eine CD in der Hand und seinen Arsch direkt in meine Wohnung. Mit kundigem Blick hat er mein Rotweinregal ausgemacht, eine geeignete Flasche ergriffen („Ein toller Jahrgang!“) und sie ihres Korkens entledigt. Mit Kennerblick und gespitzten Lippen lässt er den Inhalt eines Halbliterglases fachgerecht durch seine Kehle gleiten. Während ich mich resignativ in meinen Sessel fallen lasse, wird meine GOREROTTED-CD aus dem Spieler genommen („Scheiß Klippenpisser!“) und ein neues Album eingeworfen. „Jetzt hör mal gut zu, Junge!“ Ich höre.

Klugscheißer: Das sind DEATH DU JOUR. Das ist französisch, nur zu Deiner „informationnè“. Ist aber eine finnische Band. Du weißt schon, da wo die ganzen Depri-Kapellen wie HIM herkommen und „Gay“-Metal acts wie STRATOVARIAN. Frage mich, was die ihren Kindern in den Vodka schütten, hehehe! Naja, kleiner Scherz, dies ist auf jeden Fall ein ganz anderes Kaliber, weißt Du? Ist nämlich Death Grind. Sagt Dir was, oder? Hier, „Grace by Chalice of Anger“, der Opener, zum Beispiel: Da sägen die Riffs wie bei ganz, ganz dreckigen Death Metal Bands und das Schlagzeug prügelt unentwegt Blast Beats! Na, was sagst Du?
Tocafi: Hmmm… Ja, ja….
Klugscheißer: Oder nimm den zweiten Track, das ist wirklich mein absoluter Favorit! „Fragments of Perdition“ heißt der, genau wie das Album. Da gibt es fanatisches Stop-and-Go ganz am Kopf und fiepsende Gitarren am Schwanz und verschiebt sich die rhythmische Betonung bei jedem Durchlauf. Hey, jetzt, hier, hör mal, da legen sie so ein Leerlaufmanöver ein und bremsen kurz ab. Dann denkste: Jetzt wimpen sie out, hehe! Aber nein, ist nicht, geht gleich weiter mit nem groovigen Part und endet schließlich erneut in kontrolliertem Chaos! Na, ist das was?
Tocafi: Hmmm… Ja, ja…
Klugscheißer: Gibt wirklich keine Sekunde, das hier nicht irgendwas passiert oder sich ändert. Entweder es gibt einen dreckigen Break, einen wüsten Schrei oder sogar eingängige Passagen! Oder die krassesten Tempowechsel jemals, wie bei „Harlot Deliverance“. Überhaupt der Titel alleine schon: HÄR-TES-TE Kost, oder? Bin mal gespannt, was der Papst dazu sagt! Aber der sagt ja nicht mehr viel, ne, hehehe! Und im Gegensatz zum Demo gibt es sogar einige gemächliche Abschnitte, bei denen man geradezu Platzangst bekommt! Na, der Hammer, oder?
Tocafi: Hmmm… Ja, ja…
Klugscheißer: Handwerklich sind diese Jungs wirklich einsame Spitze! Einwandfrei eingeprügelter Scheiß und so was von gnadenlos! Ohne Kompromisse außerdem. Echter Hass auf die Menschheit in allen ihren Formen. Und beinahe 40 Minuten lang, gibt richtig was fürs Geld! Na, was sagst Du, Kritiker?
Tocafi: Hmmm… Ja, ja… Aber Spaß macht das nicht wirklich, oder?
Klugscheißer: Äh… Wie meinsten das jetzt? Spaß? Äh… Nee, Spaß macht das nicht wirklich. Aber…
Tocafi: Ist ein wenig langweilig, eigentlich, oder?
Klugscheißer: Was sagste? Langweilig? Na, na… Also ich weiß ja nicht… Naja, schon ein wenig. Ja, stimmt schon.

Die CD ist zu Ende. Man kann das Glucksen der letzten Schlucke Rotwein hören. Wir sitzen noch ein wenig. Dann steht der Klugscheißer auf und geht. Ich nehme meine Bierflasche und lege die Beine hoch. Der Abend verspricht doch noch recht gemütlich zu werden.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Alle markierten Felder (*) müssen ausgefüllt werden.

Death du Jour 'Fragments of Perdition' online bestellen
Verkäufer Porto Preis
Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) Amazon.de NEU (ab EUR 20,00 Porto frei) € 3 € 8,35 Online bestellen
Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) Amazon.de Marktplatz (Gebraucht) € 3 € 1,27 Online bestellen

Mehr zu DEATH DU JOUR