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DEATH - The Sound of Perseverance (Re-Release) (2-CD)

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Artist DEATH
Title The Sound of Perseverance (Re-Release) (2-CD)
Homepage DEATH
Label RELAPSE RECORDS
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

Über die musikalischen Qualitäten dieser Band allzu viel zu schreiben, hieße sicherlich Nutten ins Bordell zu tragen. Deshalb in aller Kürze (und fast schon ärgerlich apodiktisch) nur so viel: „Evil Chuck“ Schuldiner war der größte Death Metal Musiker aller Zeiten. Dies bestätigt auch das leider letzte seiner Studioalben „The Sound of Perseverance“ (CONTROL DENIED und deren „The Fragile Art of Existence“ mal ausgenommen).

Nachdem DEATH mit ihren vier ersten Alben jeweils revolutionäre Meilensteine gesetzt hatten, begann nach „Human“ eine Phase stilistischer Stagnation. Dies klingt jedoch nur negativ, so lange man das Folgende nicht weiß: Schuldiner hatte eine Art Perfektion erreicht. Die folgenden Alben reizten den Spagat zwischen technischer Virtuosität und kompositorischer Kompaktheit schlicht aus. An den Stellschrauben des Death Metal war kaum weiter zu drehen, ohne dass das Ergebnis in der Qualität verloren hätte. Schuldiner hatte die perfekte Welle aus Songdienlichkeit und Frickelei gefunden und er ritt auf dieser, auch wenn es sich kommerziell nur lächerlichst auszahlte und die Szene andere Helden verehrte, die ihm an Talent unbeschreiblich benachteiligt waren (verzichten wir hier gnädig auf Namen, wer als Metalfan die 90er mitgemacht hat, wird sich seinen Teil denken).

Diesen unglücklichen Umstand kommentierte dann dieses Album: „Perseverance“ lässt sich mit Beharrlichkeit übersetzen. Beharrlich hielt der Sturkopf Schuldiner an seiner musikalischen Überzeugung fest und arbeitete stets nur an seiner Vision von Musik. So sind alle hier versammelten Stücke überaus wertvolle Meisterwerke technischen Death Metals, an deren Höhe nur die wenigsten Bands heranreichen. Als Brüder im Geiste fallen mir vor allem CYNIC, ATHEIST, PESTILENCE (als etwas brutalere Variante) respektive in neuerer Death Metal Zeitrechnung die wunderbaren NILE ein. „The Sound of Perseverance“ zeigt die „Band“ (streng genommen waren DEATH seit „Spiritual Healing“ eher ein Projekt) im Vergleich mit den Vorgängern weniger kompakt. Die einzelnen Songs sind länger als gewohnt, viele laufen über sechs Minuten. Das ändert aber nur wenig an den bekannten Trademarks. Chucks einzigartige und höchst verständliche Growls treffen auf seine ebenso virtuosen Leads, druckvolle Gitarrenriffs duellieren sich mit einer höchst versierten und fast bis zum letzten ausgereizten Rhythmusfraktion (bei diesem Album zwar höchst kompetent, jedoch nicht ganz so prominent besetzt).

Der langen Rede fast kein Sinn: dieses wie auch jedes andere DEATH Album gehört in jede vernünftig sortierte Death Metal Sammlung, streng genommen in jede Metal Sammlung. Punkt Aus Ende! Insofern eine vollkommen angebrachte und sinnvolle Wiederveröffentlichung. Dennoch mag eine kleine Kritik nicht ausbleiben: Wer zum Deibel sucht eigentlich immer die zusätzlichen Überflüssigkeiten bei den vielen Re-Issues aus? Manchmal glaubt man, das muss einfach immer der gleiche VollBernd sein. In diesem Fall bekommt man das ganze Album in Demoversion ohne Bass hinzu. Wer da einen Sinn erkennen kann: bitte direkt an die Terrorverlag Redaktion weiterleiten!!! 100 % Gaga! Dieser Wermutstropfen soll jedoch in keinster Weise negativ auf das Vermächtnis dieser Band zurück fallen, kauft was Ihr noch nicht habt und denkt an Schuldiners Lebensmotto:

Let the Metal flow!

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